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Rückenschmerzen und der Weg zu sich selbst.

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Rückenschmerzen und der Weg zu sich selbst.

Von Karsten Spaderna, www.meditationsschule.eu

 Wenn deine Handlungen nicht deinen Bedürfnissen entsprechen, fühlst du dich andauernd leer und unbefriedigt. Egal was du tust, wie sehr du es auch versucht, die Leere wird nicht zu füllen sein, wenn deine Handlungen nicht wirklich deinen echten Bedürfnissen entsprechen. Das ist natürlich mit einer enormen Energieverschwendung verbunden, da immer wieder Handlungen ausgeführt werden, die nicht zur Befriedigung des eigenen Selbst führen. Dieser Energieverlust führt zu einer subtilen Müdigkeit und Trägheit. Immer wieder bemühe ich mich, aber irgendetwas ist immer falsch daran. Vielleicht fließt meine Energie immer zu jemand anderem, um dessen Bedürfnissen gerecht zu werden, in dem Glauben, dass dadurch irgendwann meine Bedürfnisse erfüllt werden. Etwas scheint dabei aber nicht zu stimmen und ich bin gefangen in dem Kampf, etwas verändern zu wollen und es irgendwie doch nicht zu schaffen, weil da die Angst ist, etwas falsch zu machen oder sogar etwas zu verlieren.

Unsicherheit, Machtlosigkeit, Ohnmachtsgefühle und sogar das „falsche“ Bedürfnis die Probleme anderer lösen zu wollen, schaffen einen Zwiespalt zwischen geliebt werden wollen und sich selbst lieben oder unterstützen müssen. Was soll ich tun, wenn ich zwischen diesen beiden Fronten hin und her gerissen bin? Was werden wohl die anderen denken? Unterkriegen lassen will ich mich ja auch nicht, aber ich habe Angst egoistisch zu wirken. Angst davor nicht geliebt zu werden. Angst vor dem Verlust meiner materiellen Güter, meinem Besitz, meiner Selbst. Wer unterstützt mich? Wie kann ich etwas erhalten, wenn ich nichts gebe? Wer ist wichtiger, der andere oder ich? Ich bin gefangen in diesen inneren Konflikten, die es mir schwer machen, mich frei, offen und leicht zu fühlen. Obwohl ich es sollte, kann ich diesen Kreislauf nur schwer verlassen. Ich bin unbeweglich und unbefriedigt. Diese Unzufriedenheit führt zu Auflehnung und Groll, den ich besonders auf andere projiziere und auslasse. Die anderen machen mich einfach nicht glücklich, obwohl ich es mir so sehr wünsche oder gar erwarte. Ich kann nicht vollständig glücklich sein, keine befriedigende Beziehung führen, weil ich im Inneren grolle und sauer bin.

Vielleicht könnte ich akzeptieren, dass ich mich nicht mehr zu Dingen zwingen muss, um ein positives Bild von mir zu vermitteln. Ich müsste es vielleicht wirklich nicht. Ich könnte es, wenn ich es wollte und brauche, aber müssen? Vielleicht kann ich mir die Last von meinem Rücken und meinen Schultern nehmen, indem ich andere einfach so lasse wie sie sind und ich aufhöre, ihre Probleme lösen zu wollen. Das wäre zumindest ein erster Schritt auf dem Weg zu mir selbst. Ich könnte wieder mehr bei mir sein und hätte ein besseres Gefühl für mich selbst. Das würde sich gut anfühlen. Der Weg wäre wieder frei und mir würde wieder mehr Energie zur Verfügung stehen. Und wenn ich irgendwann will, weil es mir ein echtes Bedürfnis wäre, dann könnte ich Anderen von Herzen helfen, ohne dass sie für mich etwas erfüllen müssten oder mich befriedigen sollen. Ich bräuchte diese schädigende Manipulation nicht mehr auszuführen, weil ich weiß, wer ich bin und was wirklich hinter meinem Bedürfnis steckt.

Ich könnte sogar irgendwann die Bedürfnisse anderer erkennen und ihnen helfen, wenn mir danach ist und ich die Energie zur Verfügung habe. Falls das aber nicht so ist, dann werde ich nichts verlieren, weil ich bei mir bleibe. Andere werden meine Meinung akzeptieren, weil ich durch meine neu gewonnene Wahlfreiheit mehr Selbstvertrauen in meine eigene Energie gewinne. Ich bin wieder in Kontakt mit meinem Inneren und spüre ein natürliches Gleichgewicht zwischen meinen unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen. Ich weiß wieder, dass ich unterstützt werde und dass diese Unterstützung von mir selbst kommt, weil ich mich dafür geöffnet habe. Ich bin wieder beweglich und flexibel. Das Leben macht mir wieder Spaß und ich habe Freude an meinen Beziehungen. Endlich habe ich wieder die Energie, die mir so gefehlt hat. Meine Traurigkeit nimmt ein Ende.

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Kritik als Hinweis nutzen.

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Immer wenn du auf andere schaust, vermeidest du es, dich selbst zu sehen.

Achte mal darauf, wenn du andere kritisierst. Es ist ein schöner Trick des Verstandes um sich selbst zu verzeihen. Alles was du meinst, was andere besser machen sollten oder besser nicht machen sollten, deutet nur darauf hin, dass du dich selbst entweder für besser hältst oder das du Unzufrieden bist und du mit deinem „Rat“ dein eigenes Fehlverhalten rechtfertigst, indem du andere aufforderst es anders zu machen. Achte mal drauf, wenn du andere kritisiert, ob du in Wahrheit glaubst zu wissen, wie man es hätte „eigentlich“ richtig machen müssen.

Ist das vielleicht ein Zeichen dafür, dass du es selbst nicht getan hast oder du vielleicht selbst immer im gleichen Muster hängst? Ist deine Kritik in Wirklichkeit nicht ein Hinweis an dich selbst? Will dir deine eigene unbewusste Intelligenz da etwas sagen?

Man kann diesen Hinweis nutzen um Selbsterkenntnis zu erlangen und um seinen Verstand und seine Aufmerksamkeit für sich selbst zu schärfen. Wenn du dir selbst zuhören könntest und du alles das tun würdest was du eigentlich kritisiert, würde dann nicht eine enorme Energie durch die fließen und würdest du dann nicht absolut im Reinen mit dir selbst sein? Das wäre doch fast zu schön um wahr zu sein. Aber es kann wahr werden, weil alles in uns vorhanden ist. Wenn du deine Kritik positiv für dich nutzt, indem du sie erst einmal für dich verarbeitest, bevor du sie einfach nur durch deinen Mund nach außen gibst, dann setzt du ein Rad in Gang, das enorme Kräfte zur Selbstregulierung hat.

Das ist der Anfang zu einem neuen Bewusstsein für dich selbst. Da braucht dann niemand mehr einen anderen zu kritisieren, weil dann alle schön bei sich bleiben und mit ihrer eigenen innewohnenden Intelligenz arbeiten. Das ist dann zwar das Ende aller Psychologen und Gurus, aber darüber bräuchten wir uns ja keine Gedanken mehr zu machen 😉

Viel Spaß beim üben.

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