Der eigene Selbstausdruck.

Wie verleiht man dem eigenen Wesen Selbstausdruck? Was bedeutet Selbstausdruck eigentlich?

Wenn wir die Worte auseinander nehmen, dann scheint es wohl darum zu gehen, dass man das eigene Selbst durch verschiedene Formen zum Ausdruck bringt. Dies könnte durch die Sprache, die Hände, durch Gesten oder durch das eigene Handeln sein. Manche Menschen brauchen über ihren Selbstausdruck wahrscheinlich gar nicht nachzudenken, weil es für sie ganz selbstverständlich ist, das sie das sagen, tun und machen, was ihrer Meinung nach richtig ist. Sie bringen sich selbst zum Ausdruck ohne irgendwelche Zweifel zu haben, dass dies von anderen in Frage gestellt werden könnte.

Sich mutig und freudig mit anderen Menschen über verschiedene Kommunikationswege auszutauschen, fördert die eigene Persönlichkeit und lässt das eigene Selbst bewusster werden. Über die Kommunikation mit anderen, wird man sich also bewusst, wie das was man sagt oder tut, bei dem anderen ankommt. Anhand seiner Reaktion können wir feststellen, ob wir gemocht, anerkannt oder abgelehnt werden.

Dies kann den Selbstausdruck natürlich fördern oder auch hemmen. Wenn wir Angst haben mit anderen Menschen, die wir vielleicht als „höher stehend“ betrachten, zu kommunizieren, dann ist es fraglich, ob wir unser Wesen tatsächlich richtig zum Ausdruck bringen. Wenn Minderwertigkeitskomplexe uns daran hindern mit anderen in Kontakt zu treten, dann fühlen wir uns mit dem was wir sagen oder tun unsicher. Wird hier wirklich das zum Ausdruck gebracht, was in uns tatsächlich vorgeht?

Mit ein klein wenig Mut und der Erkenntnis, dass wir alle menschliche Wesen sind, die im Grunde alle die gleichen Empfindungen haben, können wir uns Schritt für Schritt an unseren Selbstausdruck wagen. Vielleicht sagt man einfach mal das, was gerade in einem vorgeht. Vielleicht teilt man einfach mal seine Meinung mit, um zu sehen, wie der Andere darauf reagiert. Seine Reaktion ist sehr nützlich, um feststellen zu können, woran du tatsächlich bist. Ohne seine Reaktion tappst du vielleicht im Dunkeln und hast immer nur geglaubt, dass es so ist, wie du es dir gewünscht hast.

Vielleicht hast du deinen Wunsch auf den anderen projiziert und durch den Ausdruck dessen, was wirklich in dir vorgeht, erkennst du plötzlich, dass der Andere eigentlich ganz anders tickt und andere Vorstellungen hat. Dies könnte deine Unsicherheit, die du vielleicht schon lange mit dir rumträgst, bestätigen, und du kannst mehr Vertrauen zu deinen Gefühlen, deinem 7. Sinn erhalten. Und das nur, weil du angefangen hast offen zu kommunizieren.

Du stellst Fragen, forschst nach und lässt das, was du nicht verstehst, nicht einfach als offene Aussage im Raum stehen. Zu beginnen sich selbst auszudrücken ist meines Erachtens gleichzeitig der Beginn zu einem Leben in Einzigartigkeit. Das Selbstvertrauen wächst und du erkennst, dass alles Eins ist, weil deine Reaktion immer wieder etwas Neues in Gang setzt. Nichts geschieht unabhängig voneinander.

Wenn du dich zurückhältst und du dich nicht praktisch oder sprachlich ausdrückst, dann kann es keine Reaktion geben, weil du nicht in Aktion getreten bist. Etwas Unausgesprochenes bleibt im Raum und alles basiert auf Vermutungen und Annahmen. Dies fördert die Illusion und kann zu großen Missverständnissen führen die keinem wirklich dienlich sind. Du kommst nicht zum nächsten Schritt und dein Gegenüber hat das Gefühl, dass bei ihm nichts ankommt, weil aus dir nichts herauskommt. Dies kann ihn zu einem Handeln animieren, dass nur aufgrund seiner Vermutung beruht. Er glaubt nur, dass es so oder so ist. Er weiß es aber nicht genau, weil du es nichts gesagt hast. Weil du das, was dich SELBST beschäftigt, nicht zum AUSDRUCK gebracht hast. Dem, was deinem Wesen, deiner Persönlichkeit entspricht mitzuteilen, sollte das natürlichste auf der Welt für dich werden. Du kannst dabei nie etwas verlieren, weil aufgrund deiner Aktion eine Reaktion folgt, mit der du dann wiederum arbeiten kannst. Anhand der Reaktion kommst du zum nächsten Schritt.

Während man bei der Meditation lernt, seine inneren Reaktionen zu beobachten und nicht zu reagieren, geht es beim Thema Selbstausdruck darum, dem eigenen Wesen erst mal Ausdruck zu verleihen. Das kann sehr Widersprüchlich wirken. Bei genauerem hinsehen ist es das aber nicht.

Mutig zu seinen Aktivitäten, dem was in einem Selbst vorgeht, zu stehen, kann auch bedeuten, dass man lieber mal nicht reagieren möchte, das man lieber mal schweigen möchte, lieber mal nichts tun möchte, sich lieber mal zurückziehen mag oder vielleicht auch mal allein sein möchte. Es kommt ganz drauf an, was in dir selbst vorgeht, was DU für richtig empfindest. Das ist Selbstausdruck.

Es spielt keine Rolle, was ein anderer tut macht oder vorgibt. Du triffst die für dich passende Entscheidung, ohne dich durch zu viel Reden, Artikulieren, überaktives Handeln oder Werkeln schützen oder verteidigen zu müssen. Dein Selbstausdruck ist stark und stabil. Du weißt wer du bist, was du zu bieten hast und vor allem weißt du, was für dich das Beste ist. Dies kann manchmal auch bedeuten, dass du etwas tust oder sagst, was zu Komplikationen oder Stress führen kann.

Wichtig ist hierbei aber, dass jeder weiß, wo er dran ist und das du kein Schauspiel betreibst und du dich nur des Friedens wegen zurückhältst. Wenn das dein Selbstausdruck, okay. Wenn du aber schauspielerst, dann machst du dem anderen was vor und er reagiert immer nur auf den Schauspieler. Die Kommunikation basiert dann auf falschen Tatsachen. Vielleicht verurteilst du dein Gegenüber sogar für seine Reaktionen. Dabei kann er in Wirklichkeit doch nur auf das reagieren, was du ausdrückst. Er spiegelt dich. Du kannst seine Reaktionen als Spiegelbild nutzen.

Mit Ehrlichkeit kommt man am Weitesten. Nutze alle Ausdrucksformen die für dich geeignet sind. Schreibe etwas, wenn dir sprechen schwer fällt. Teile dich über ein Bild mit, wenn du nicht gut schreiben kannst. Sprich etwas aus, wenn du keine Lust auf malen hast. Jeder hat eine bestimmte Ausdrucksweise die er bevorzugt. Und diese sollte von jedem akzeptiert werden. Auch wenn einem das nicht immer passt.

Mir fällt da das typische Beispiel ein, wo ein Partner per SMS Schluss macht. Ist natürlich nicht schön und Gesellschaftlich schon gar nicht akzeptabel. Wenn der Partner aber nicht zu anderen Ausdrucksformen neigt, dann ist das halt die leichteste und einfachste Art für ihn sich auszudrücken. Wenn du über deine eigenen Ausdrucksformen Bescheid weißt, sie zu nutzen weißt, dann kannst du auch andere Ausdrucksformen akzeptiere.

Mit dem Selbstausdruck des eigenen Wesens, steigt auch die Fähigkeit sich für andere Ausdrucksformen zu öffnen, da man sehr gefestigt im eigenen Selbst ist. Die Erfahrung hat einen dorthin geführt. Der Mut sich mitzuteilen bringt Erfahrungen hervor, die einen selbstsicher werden lassen. Die Verbindung zu deinem wahren Selbst, lässt dich ganz klar deine Talente und Fähigkeiten erkennen.

Dein Leben ist ein Geschenk an die Kraft der Kreativität, die sich durch deinen Körper oder deinen Geist ausdrücken kann. Das Geschenk der Kreativität ist die Möglichkeit die du durch deinen Körper erhalten hast, um dein Selbst ausdrücken zu können. Ein Geben und Nehmen, das zum Wohle aller Menschen genutzt werden kann, um den gesamten Wachstum zu fördern.

Bring dich mutig und freudig selbst zum Ausdruck. Stell dein Licht nicht länger unter den Scheffel. Bring alles was du bist liebevoll zum Ausdruck. Andere werden dich dann so akzeptieren wie du bist, weil du ehrlich und authentisch bist. Sie sehen dein wahres Wesen und du findest Menschen denen das gefällt.

Viel Freude und viele glückliche Umstände,

Karsten Spaderna

 

 

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Karsten Spaderna, kontakt@meditationstrainer.net

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