Startseite

Rückenschmerzen und der Weg zu sich selbst.

Hinterlasse einen Kommentar

Rückenschmerzen und der Weg zu sich selbst.

Von Karsten Spaderna, www.meditationsschule.eu

 Wenn deine Handlungen nicht deinen Bedürfnissen entsprechen, fühlst du dich andauernd leer und unbefriedigt. Egal was du tust, wie sehr du es auch versucht, die Leere wird nicht zu füllen sein, wenn deine Handlungen nicht wirklich deinen echten Bedürfnissen entsprechen. Das ist natürlich mit einer enormen Energieverschwendung verbunden, da immer wieder Handlungen ausgeführt werden, die nicht zur Befriedigung des eigenen Selbst führen. Dieser Energieverlust führt zu einer subtilen Müdigkeit und Trägheit. Immer wieder bemühe ich mich, aber irgendetwas ist immer falsch daran. Vielleicht fließt meine Energie immer zu jemand anderem, um dessen Bedürfnissen gerecht zu werden, in dem Glauben, dass dadurch irgendwann meine Bedürfnisse erfüllt werden. Etwas scheint dabei aber nicht zu stimmen und ich bin gefangen in dem Kampf, etwas verändern zu wollen und es irgendwie doch nicht zu schaffen, weil da die Angst ist, etwas falsch zu machen oder sogar etwas zu verlieren.

Unsicherheit, Machtlosigkeit, Ohnmachtsgefühle und sogar das „falsche“ Bedürfnis die Probleme anderer lösen zu wollen, schaffen einen Zwiespalt zwischen geliebt werden wollen und sich selbst lieben oder unterstützen müssen. Was soll ich tun, wenn ich zwischen diesen beiden Fronten hin und her gerissen bin? Was werden wohl die anderen denken? Unterkriegen lassen will ich mich ja auch nicht, aber ich habe Angst egoistisch zu wirken. Angst davor nicht geliebt zu werden. Angst vor dem Verlust meiner materiellen Güter, meinem Besitz, meiner Selbst. Wer unterstützt mich? Wie kann ich etwas erhalten, wenn ich nichts gebe? Wer ist wichtiger, der andere oder ich? Ich bin gefangen in diesen inneren Konflikten, die es mir schwer machen, mich frei, offen und leicht zu fühlen. Obwohl ich es sollte, kann ich diesen Kreislauf nur schwer verlassen. Ich bin unbeweglich und unbefriedigt. Diese Unzufriedenheit führt zu Auflehnung und Groll, den ich besonders auf andere projiziere und auslasse. Die anderen machen mich einfach nicht glücklich, obwohl ich es mir so sehr wünsche oder gar erwarte. Ich kann nicht vollständig glücklich sein, keine befriedigende Beziehung führen, weil ich im Inneren grolle und sauer bin.

Vielleicht könnte ich akzeptieren, dass ich mich nicht mehr zu Dingen zwingen muss, um ein positives Bild von mir zu vermitteln. Ich müsste es vielleicht wirklich nicht. Ich könnte es, wenn ich es wollte und brauche, aber müssen? Vielleicht kann ich mir die Last von meinem Rücken und meinen Schultern nehmen, indem ich andere einfach so lasse wie sie sind und ich aufhöre, ihre Probleme lösen zu wollen. Das wäre zumindest ein erster Schritt auf dem Weg zu mir selbst. Ich könnte wieder mehr bei mir sein und hätte ein besseres Gefühl für mich selbst. Das würde sich gut anfühlen. Der Weg wäre wieder frei und mir würde wieder mehr Energie zur Verfügung stehen. Und wenn ich irgendwann will, weil es mir ein echtes Bedürfnis wäre, dann könnte ich Anderen von Herzen helfen, ohne dass sie für mich etwas erfüllen müssten oder mich befriedigen sollen. Ich bräuchte diese schädigende Manipulation nicht mehr auszuführen, weil ich weiß, wer ich bin und was wirklich hinter meinem Bedürfnis steckt.

Ich könnte sogar irgendwann die Bedürfnisse anderer erkennen und ihnen helfen, wenn mir danach ist und ich die Energie zur Verfügung habe. Falls das aber nicht so ist, dann werde ich nichts verlieren, weil ich bei mir bleibe. Andere werden meine Meinung akzeptieren, weil ich durch meine neu gewonnene Wahlfreiheit mehr Selbstvertrauen in meine eigene Energie gewinne. Ich bin wieder in Kontakt mit meinem Inneren und spüre ein natürliches Gleichgewicht zwischen meinen unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen. Ich weiß wieder, dass ich unterstützt werde und dass diese Unterstützung von mir selbst kommt, weil ich mich dafür geöffnet habe. Ich bin wieder beweglich und flexibel. Das Leben macht mir wieder Spaß und ich habe Freude an meinen Beziehungen. Endlich habe ich wieder die Energie, die mir so gefehlt hat. Meine Traurigkeit nimmt ein Ende.

Advertisements

Negative Stimmungen ändern

Hinterlasse einen Kommentar

Negative Stimmungen ändern.

Wusstest du, dass du eine negative Stimmung ändern kannst, indem du deinem Geist eine Alternative anbietest? Wenn du die Fähigkeit wieder erlangst, deine Aufmerksamkeit gewollt zu verlagern, dann kannst du einfach anfangen, dich mit etwas anderem zu beschäftigen. Du könntest zum Beispiel eine Musik auflegen, die dir besonders gut gefällt oder ein Bild anschauen, das du magst oder ein Mantra hören, das du als positive empfindest. Es wird ein paar Minuten dauern, bis du dich vom Problem lösen kannst, weil du es vielleicht noch nicht wirklich geübt hast, aber du kannst deine Identifizierung von allem lösen, weil du einen Willen hast, der wie ein kleiner Muskel trainiert werden kann. Manchmal möchte man vielleicht in einer bestimmten Stimmung bleiben und das ist auch okay so. Dennoch wissen wir alle, dass unsere Aufmerksamkeit sowieso irgendwann woanders hingeht und das passiert nicht zufällig. Es passiert, weil du dich irgendwann für etwas anderes interessierst und damit lenkst du deine Aufmerksamkeit von A nach B. Dafür benutzt du deinen Willen und eine starke Entschlossenheit es wirklich tun zu wollen. Du bist es, der die Aufmerksamkeit woanders hin lenkt!

Du kannst dich im Geiste ja auch an eine vergangene Situation erinnern. Dazu tauchen dann die entsprechenden Empfindungen in deinem Körper auf und je nachdem wir stark deine Visualisierungskraft ist, kannst du für einen Augenblick nicht mehr unterscheiden, ob du „in Gedanken“ bist oder ob es tatsächlich gerade passiert. Unser Verstand kann zwischen Traum und Realität nicht unterscheiden.

Wenn du eine Fantasiereise an einen schönen Strand machst und du dir den warmen Sand zwischen deinen Füßen vorstellst, das Rauschen der Wellen hörst, die Möwen, die spielenden Kinder, das Brechen der Wellen und du dir den weiten Horizont mit den verschiedenen Blautönen des Himmels und des Meeres vor deinen Augen vorstellst, dann bekommst du irgendwann das Gefühl, tatsächlich dort im warmen Sand zu liegen und die Wärme der Sonne auf der Haut zu spüren.

Oder du wachst aus einem Traum auf und musst dir erst mal Zeit nehmen um zu realisieren, dass es wirklich nur ein Traum war. Wie konnte das passieren, dass du glaubtest es sei Realität? Unser Verstand besitzt die Fähigkeit in jede Realität zu wandern, die deine Vorstellungskraft hergibt. Es ist unsere natürliche Fähigkeit uns im Geiste etwas vorzustellen. Und jeder, der ein Ziel umsetzen möchte von dem er oder sie geträumt hat, benutzt diese Bilder im Geist als Vorlage.

Oder vielleicht kennst du das auch, dass man anfängt sich über etwas zu sorgen und irgendwann wird es so krass, dass du glaubst vor Sorge fast umzukommen. Es fällt dir sehr schwer dich wieder zu beruhigen. Aber auch in diesen Momenten würde dir jeder den Tipp geben, runter zu kommen, dich auf etwas anderes zu konzentrieren, loszulassen. Und tatsächlich, wenn du es einigermaßen beherrscht, dann beruhigst du dich irgendwann ein wenig und wirst langsam ruhiger. Du lenkst deine Aufmerksamkeit woanders hin. Vielleicht machst du den Fernseher an, liest ein wenig, hörst Musik, telefonierst oder machst dir was zu essen.

Unser Geist ist sehr sehr empfindlich und du solltest wirklich große Achtsamkeit an den Tag legen, um nicht unbewusst irgendwelche Dinge aufzunehmen, die deine empfindliche Natur in Unruhe bringen könnten. Übe gutes zu sehen, gesund zu essen, Alkohol und andere Drogen zu vermeiden, nett zu deinen Mitmenschen zu sein und Ärger am besten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dann geht deine Aufmerksamkeit automatisch immer wieder zu den schönen Dingen des Lebens, weil du das Leben und deinen Körper als wertvoll betrachtest. Du schenkst ihm Respekt und Achtung und dann wird das Leben dich beachten und respektieren.

Finde positive Alternativen zu deinen negativen Stimmungen und schenk diesen mehr Aufmerksamkeit. Finde schöne Worte und bau sie in deinen Wortschatz ein. Schau dir schöne Dinge an, höre Musik die dir Kraft und Lebensfreude gibt. Übe es in jeder noch so kleinen Situation. Achte immer mehr auf die Geschenke, die dir das Leben jeden Tag bringt. Heute ist schon wieder die Sonne aufgegangen. Du atmest, bekommst Luft und dein Geist ist auch wieder da Du bist wach und solltest etwas Gutes für dich und deine Mitmenschen tun. Rufe jemanden an, schreib was Nettes. Nutze deinen Geist und lass sein Licht auf die schönen Dinge strahlen. Bring die schönen Dinge wieder zum Leuchten, indem du das Licht deiner Aufmerksamkeit auf sie lenkst. Dann fängt alles an zu strahlen und das wird sich in deinem innersten wiederspiegeln und du wirst zu einem leuchtenden Vorbild. Das tut uns allen gut. Viel Spaß dabei

Der Krieg im eigenen Inneren.

1 Kommentar

Asylanten, Migranten, Flüchtlinge, Roma und viele weitere Begriffe mussten erfunden werden, weil wir die Welt in Länder getrennt haben und die Menschheit in Rassen gespalten wurde. Doch die Welt gehört weder dir, noch den Deutschen, den Amerikanern, den Chinesen, Russen oder wem auch immer. Sie gehört auch nicht den Gläubigen oder den Ungläubigen, auch nicht den Beschützern und den Schutzlosen, auch nicht den Rechthabern und Dummen und nicht den Besserwissern und Ruhigen. Es ist der eigene Geist, der an diesem dualistischen Denken festhält. Mal begründet er so, dann mal wieder so. Heute ist eine Sache gut, weil es zu der heutigen Stimmung passt oder weil andere es auch toll finden und morgen, wenn sich eine große Menge in eine andere Richtung bewegt, dann ist es wieder schlecht. Leider folgen die meisten Menschen solchen Bewegungen ohne ihren eigenen Verstand zu benutzen.

Vielleicht hat sich dein Geist auch schon dran gewöhnt, dass das hier dein Deutschland ist und dass hier Menschen aus anderen Ländern falsch sind. Vielleicht hast du Angst vor diesen Menschen die voller Testosteron und Energie sind, weil sie dich aus deinem Dornröschenschlaf wecken in dem du geglaubt hast, das du etwas besitzen und beherrschen könntest, wofür du jahrelang geschuftet und geackert hast, damit es dir gut geht. All die Jahre, wo du dich kaputt gemacht hast und nun kommen da irgendwelche Leute daher, die Anspruch auf das erheben, was so lange dir gehörte. Jeden Tag die harte Arbeit, damit du überleben kannst und dir von 365 Tagen im Jahr 28 Tage Urlaub nehmen kannst. Niemand möchte, dass ihm etwas weggenommen wird, vor allem wenn du es für dich und dein Lebewohl erwirtschaftet hast.

Ziemlich eigensinnig, aber so geht es doch den meisten. Wer arbeitet denn noch für das System oder für das Wohl der Menschen auf der ganzen Welt. Vielleicht tust du es, und du regst dich tatsächlich nicht darüber auf, dass nun auch andere Anspruch auf das erarbeitete nehmen. Es war ja dein Ziel, dafür zu sorgen, dass es jedem Menschen gut geht. Das ist doch unser aller Ziel, oder? Vielleicht ist es dir aber auch wichtiger für dich allein zu beanspruchen. Da kann man natürlich verstehen, dass du nun Angst hast. Mit einer solchen Geisteshaltung ist nicht zu spaßen, denn solch ein Geist kann sehr ungemütlich werden, wenn es darum geht, etwas abzugeben oder zu teilen.

Aber was glaubst du eigentlich, was hier tatsächlich dir gehört? Überprüfe es doch mal auf geistiger oder körperlicher Ebene! Gehört dir zum Beispiel deine Atmung? Deine Atmung begleitet dich so lange du lebst. Genauer gesagt, lebst du solange du atmest. Aber gehört sie dir? Sie ist immer bei dir, sie ist das, was am längsten und am nächsten bei dir ist. Wenn sie wirklich dir ist, dann halt sie doch mal zwei Minuten an. Oder lass es uns nicht gleich übertreiben, nehmen wir mal 55 Sekunden. Sie gehört doch dir, halt sie an! Na gut, du kannst sie vielleicht bis zu einem gewissen Maß kontrollieren, aber wenn sie aufhört, hört sie einfach auf und dann kannst machen was du willst.

Oder, nehmen wir mal das Leben an sich. Was hast du zu dieser Welt beigetragen? Hast du dafür gesorgt, dass kein Lebewesen auf diesem Planeten jemals Leid erfahren muss?

Vielleicht teilst du immer fleißig schöne Zitate und Aussagen über das, was alles nicht gut ist und evt. schmückst dich nun auch mit der Mitgefühlsflagge für all die Menschen die in einem Wirtschaftskrieg gestorben sind, weil die Menschheit-zu der du auch gehörst- Grenzen erschaffen hat und deine Mitmenschen immer weiter zerspaltet. Mir tut das auch sehr leid, mir tun aber auch die Millionen Menschen leid, die an Hunger sterben.

Aber sei doch mal ehrlich; 95% der Menschheit sorgen im Sekundentakt dafür, dass ein anderer Mensch ein Lebewesen töten muss! Vielleicht schon gleich oder zumindest in der kommenden Woche werden 95% der Menschen ein Stück Fleisch zwischen den Zähnen haben, dass ein anderer Mensch zwangsweise töten musste, damit du in den kommenden Tagen gemütlich allein oder mit Freunden vor dem Fernseher sitzen kannst oder in ein teures Restaurant gehst, um dich mit Gleichgesinnten darüber zu ärgern, wie dumm die Politiker und andere Menschen doch sind. Wie kann man nur sich selbst töten und andere mit in den Tod nehmen? Wie kann man nur?

Schau ruhig mal auf deinen Teller und frage dich, ob das Stück Fleisch, wozu übrigens auch Wurst und Fisch zählt, auf einem Baum gewachsen ist oder ob es irgendjemanden geben musste, der es für dich getötet hat.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass auch du es bist, der jemand anderen in einer Situation hält, in der er vielleicht gar nicht sein möchte, aber keine andere Wahl hat, weil du zu gemütlich bist um selbst ein Tier zu schlachten. Vielleicht denkst du, dass er sich den Job selbst ausgesucht hat und selbst verantwortlich dafür ist, was er tut oder nicht tut. Mit Sicherheit ist er das auch, aber an welcher Stelle tust du Dinge, die du eigentlich gar nicht tun möchtest, die aber erforderlich sind, weil andere Menschen es von dir verlangen? Und vielleicht beanspruchst du deshalb, das gleiche Recht für dich! An welcher Stelle aber, tötest du jeden Tag einen Teil deiner Kreativität, deiner Seele und tust Dinge die eigentlich gar nicht deiner Natur entsprechen.

Willst du uns sagen, dass wenn ein Mensch vor lauter Erschöpfung und Leid in deine Arme fällt, dass du dann sagen würdest „Oh nein, das ist ein Syrer, ein Afghane, ein Moslem, ein Jude, ein Russe, ein Ami“ oder was auch immer. Willst du mir sagen, dass du wirklich einen leidenden Menschen ablehnen würdest, wenn er deine Zuneigung und deine Liebe braucht? Möchtest du jemals erleben, dass wenn du vor Erschöpfung nicht mehr kannst, das dich dann niemand in den Arm nimmt und dich auffängt? Möchtest du wirklich, dass das irgendein Mensch erlebt? Ein Mensch, zu dessen Rasse du ebenfalls gehörst? Bist du so eigensinnig und ist dein Geist so begrenzt. Kannst du beobachten, dass der Geist bei einem Großteil der Menschheit in seinem Denken begrenzt ist?

Der Geist der Menschheit hat sich selbst die Grenzen erschaffen und da er in sich selbst begrenzt ist, können Ergebnisse die aus seiner Begrenztheit kommen nur begrenzte Realitäten sein. Es ist auch die Gemütlichkeit, die keine andere Handlungsweise zulässt. Dein begrenzter Geist ist es, der dich dazu zwingt andere Lebewesen für dich töten zu lassen und du bist es, der das zulässt, weil die Identifikation zu mit ihm zu groß ist.

Jeder kann so viel Fleisch essen wir er mag, aber nicht auf Kosten einer anderen Person, dessen Seele, dessen eigener Geist miterleben muss, wie ein anderes Lebewesen unter seiner Hand stirbt. Füge einem anderen nicht das zu, was du selbst nicht erleben möchtest. Warum lässt du zu, dass jemand anderer töten muss?

Überprüfe dich doch bitte selbst. Bist du nicht immer dabei, wenn du dich ärgerst, fluchst, schimpfst, meckerst, jammerst, klagst, verurteilst, trennst. Oder wenn man dich auslacht, hänselt, missbraucht, besticht, verleugnet, beschimpft? Bekommt ein Teil von dir das nicht immer mit? Du weißt doch im Anschluss immer, was du erlebt hast, oder nicht? Du bist doch dabei? Es ist doch in deinem Unterbewusstsein gespeichert. All die Leiden die du in deiner Kindheit erlebst hast, sind doch noch subtil in dir vorhanden. Und glaubst, jemand der etwas tut, von dem er weiß, dass es eigentlich nicht gut ist, meinst du, das er in einer zufriedenen und harmonischen Welt lebt, wenn er abends nach Hause kommt und getötet hat. Glaubst du das? Wie kann so ein Mensch erwarten, dass ihm Gutes widerfährt? Wie kann jemand erwarten, dass er eine Welt erlebt die friedvoll und harmonisch ist, wenn in seinem Geist, in seinem eigenem Unterbewusstsein, in seinem eigenen Tun, Tod und Leid schlummern?

Ein Geist, der nur für sich denkt und über andere hinweg geht, nur damit er keine Angst vor Unsicherheit haben muss, ein Geist der lieber andere handeln lässt, anstatt selbst zur Tat zu schreiten, in welchem einem Zustand lebt wohl ein Mensch mit solch einer Geisteshaltung ? Wird sein Geist nicht immer ein Bild des Grauens nach außen projizieren, weil sein Innerstes jedes töten miterlebt und im Unterbewusstsein gespeichert hat? Und was müsste dieser Mensch tun, damit in seinem Unterbewusstsein Gute Handlungen gespeichert werden und nach außen projiziert werden? Wie würde solch ein Mensch die Welt wahrnehmen?

Ich kann es dir sagen. Solch ein Mensch lebt ohne Angst, weil er weiß das, das er das Potenzial in sich trägt einen schöpferischen Geist zu haben. Solch ein Mensch lebt niemals im Mangel, sondern im Zustand der Fülle. Er ist sich der Schöpferkraft seines Geistes bewusst und handelt verantwortlich für sich und für alle anderen um ihn herum. Solch ein Mensch ist sich darüber bewusst, dass alles seinen Ursprung im eigenen Geist hat und er kann den Weg zu Quellen zurückverfolgen und klare Entscheidung darüber treffen, ob er diese Quellen weiter unterstützen mag oder nicht. Solch ein Geist ist sich bewusst, dass er Gewalt erleben muss, wenn er Gewalt unterstützt. Solch ein Geist weiß was er tun muss, damit sich seine Wahrnehmungsqualität ändert. Solch ein Geist lebt in sich selbst harmonisch und friedvoll, weil er weiß das er schöpferisch ist. Wo kommen denn all die Gegenstände um dich herum her? Sie sind doch immer erst im Kopf eines anderen Menschen gewesen. Vielleicht als Idee, vielleicht als Vision. Jeder Gegenstand um dich herum, stammt aus dem Kopf irgendeines Menschen.

Wie viele Kriege finden im Sekundentakt in deinem eigenen Inneren statt? „Soll ich mir heute doch mal ne Pizza gönnen? Nein besser nicht, ich wollte doch abnehmen. Ich werde das nie schaffen. Jetzt habe ich was angefangen und halte nicht durch. Aber die anderen sind ja auch nicht besser. Oje, die ist aber dick. So bin ich aber nicht. Ich hasse meinen Job. Wofür mache ich das eigentlich. Ich will nach Hause. Muss meine Kollegin alle 5 Minuten eine rauchen gehen. Rauchen kann tödlich sein. Selber schuld. Pizza oder Nudeln? Jetzt klingelt schon wieder das Telefon, können die mich denn nicht einfach mal in Ruhe lassen. Und die Frisur. Grausam.

Rauchen aber kein Geld für ne ordentliche Frisur. Bald werden wir sowieso alle kein Geld mehr haben, wenn das hier so weiter geht. Die sind alle zu doof um was hinzubekommen. Aber ich hab es ja allen gesagt. So kann es nicht weiter gehen, aber auf mich hört ja niemand. Ich nehm Pizza mit doppelt Käse…“

Überprüfe dich selbst! Wo schlachtest du jeden Tag, wo fällst du grob fahrlässig über dich selbst und andere Urteile? Wen tötest du jeden Tag in Gedanken, Worten oder Handlungen? Wo tust du dir und anderen andauernd weh? Wo sabotierst du jeden Tag? Was sabotierst du jeden Tag? Wen lehnst du ab, wem stimmst du zu? An welcher Stelle trennst du, bevorzugst du, kritisierst du, spaltest du, lügst du, verachtest du?

Wenn du Harmonie erleben willst, dann wirst du nicht daran vorbei kommen, dein Innerstes zu überprüfen, denn es gibt tausende wissenschaftliche Studien darüber (und die wurden auch alle schon zig mal gepostet), dass der Beobachter und das Beobachtete Eins sind. Wenn dir das zu esoterisch klingt, dann schau doch mal wie du die Welt beurteilst und wie du sie erlebst. Wage einfach mal einen Blick zu deinem eigenen Geist, der sehr empfindlich auf das reagiert, was du tust und der keine andere Wahl hat, als dir das immer wieder zu spiegeln. Gehst du sorgsam mit deinem Geist um? Lässt du ihn gutes und schönes erleben? Gehst du verantwortlich mit deinem Geist um, der alles mitbekommt und sich alles merkt was du tust, um dir zu zeigen wer du bist und was du tust?

Worauf ist deine Aufmerksamkeit gerichtet, wenn ein paar Menschen die vor dem Krieg flüchten hierher kommen? Worauf? Siehst du das kritisch oder positiv? Was glaubst du wandert in dein Unterbewusstsein und spiegelt sich nach außen hin für dich wieder? Frieden oder Gewalt?

Wir können unsere Mitmenschen doch nicht grundsätzlich als gewalttätig bezeichnen, oder? Wenn sie das wären, dann würde jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten sie als gewalttätig sehen! Tun sie das? Nein, manche sehen etwas Positives und manche etwas Negatives. Und was siehst du, worauf ist deine Aufmerksamkeit gerichtet? Was spiegelt dir dein Geist wieder? Welche innere Haltung muss dich was im Außen sehen lassen?

Manche lieben zum Beispiel Hunde und manche hassen Hunde. Aber ein Hund ist ein Hund. Er ist einfach nur ein Hund. Genauso ist ein Mensch ein Mensch und es liegt an deiner Sichtweise, wie du es siehst und sehen willst. Wenn du es so oder so sehen willst, kein Problem! Du bist verantwortlich dafür was du in deinem Geist abspeichern möchte und was du zur Gewohnheit werden lasse möchtest. Das Unterbewusstsein ist ein sehr fruchtbarer Untergrund, der gerne alles aufnimmt. Wenn du einen übersäuerten Boden haben möchtest, dann brauchst du nur das schlecht zu sehen und dein handeln negativ sein lassen. Deinem Unterbewusstsein selbst ist das egal, was du tust, es fördert lediglich das wieder in dein Bewusstsein, was du dort abgelegt hast. Was du dort ablegst, ist ganz allein deine Sache und du allein trägst die Verantwortung dafür.

Wir haben die Welt in Länder getrennt und müssen erleben, wie andere Menschen sich das nicht gefallen lassen. Das ist unsere Welt und das ist die Menschheit mit der wir verbunden sind. Wir sind Menschen! Und du bist es der trennt und Trennung erleben musst, weil du es selbst jeden Tag pflanzt. Erkenne das in dir und dir wird noch mehr Erkenntnis zu teil! Innen uns Außen sind nicht getrennt. Probier es aus, es lohnt sich für uns alle.

Schau wieder zum Guten, leg den Schalter um und konzentrier dich so gut es geht, wieder auf das Positive! Bemühe dich jeden Tag. Benutze deinen Willen, das Gute sehen zu wollen. Lege die Absicht an den Tag, es versuchen zu wollen. Halte durch! Mach eine Sache regelmäßig, damit sich wieder Regelmäßigkeit in deinem Leben wiederspiegelt. Bemüh dich andere zu unterstützen und komm aus dem negativen urteilen heraus. Leg den Schalter um und nutze deine Fähigkeit dich konzentrieren zu können. Sei achtsam und aufmerksam, deinen eigenen Gedanken gegenüber. Du weißt doch was du denkst. Versuche nun zu bestimmen, was du denken möchtest und komm aus dem dunklen Gedanken heraus. Beweg dich, werde flexibel und lenk deine Aufmerksamkeit weg von dem was dir missfällt, hin zu dem was du stattdessen möchtest. Nimm dir jeden Abend 2-3 Minuten Zeit um den Tag Revue passieren zu lassen. Hattest du heute eher gute oder schlechte Gedanken? Hast du versucht, dass zu beobachten? Warst du den Tag über aufmerksam? Kannst du jetzt Situationen in deinem inneren suchen, wo du heute was Gutes getan hast? Versuch jede Kleinigkeit zu finden und lass sie in deinem Kopf Revue passieren, damit dein Geist sich dran gewöhnt, etwas Gutes zu finden. Übe so oft du kannst! Versuch es immer wieder, bis du dich dran gewöhnt hast und es für dich völlig normal ist, Lösungsorientiert und konstruktiv zu denken. Es ist nur eine Sache der Übung. Wiederhole jeden Tag eine gute Sache und du wirst dich daran gewöhnen. Dein Geist wird es dir schon sehr bald wiederspiegeln. Probier es auch. Versuch es zumindest. Benutze deine Willen, deine Kraft sich konzentrieren zu können, deine Kraft Bilder in deinem Geist erzeugen zu können, die Kraft den Fokus deiner Aufmerksamkeit bestimmen zu können, deine Fähigkeit eine Wahl treffen zu können!

Wenn du gut drauf bist, sind wir es auch. Versprochen 🙂

Header Buddha Meditationsschule.eu

Meditation und der eigene Standpunkt

Hinterlasse einen Kommentar

Meditation und der eigene Standpunkt

Unser Geist hat viele Strategien entwickelt, die uns regelmäßig das Leben schwer machen. Eine dieser Strategie ist zum Beispiel, die aggressive Verteidigung eines Standpunktes den wir eingenommen haben und nur sehr ungern wieder aufgeben. Die Gründe mögen unterschiedlich sein und wir sind uns in solchen Situationen bestimmt auch ganz sicher, dass wir in Beziehung zu Anderen Recht damit haben. Aber mit etwas Weitblick und einiger Erfahrungen erkennen wir oftmals, dass uns mit Geduld, einiges an Energieaufwand erspart geblieben wäre. Hätten wir die Ruhe bewahrt, dann müssten wir uns jetzt nicht mit dem korrigieren unseres Fehlverhaltens, aufgrund von schädlichen Reaktionen wie Wut und Ärger, die übrigens alle in die Kategorie der Gewalt gehören, beschäftigen. Das bedeutet nicht, dass wir unseren Standpunkt grundlegend aufgeben müssen. Aber mit etwas mehr Mitgefühl gesprochene Worte klingen schon ganz anders, wie eine harte Ansprache die einen anderen gegen die Wand redet und dessen Gefühle wir einfach mit unserer gewaltigen Emotionen niederdrücken. Viele Menschen wissen diese Macht bewusst einzusetzen. Doch der Mangel an Mitgefühl für den anderen in solch einer Situation, kann auf ein fehlendes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse nach Gerechtigkeit hin deuten. Wenn wir uns unserer eigenen Gefühle tatsächlich bewusst wären, dann würden wir niemand etwas erfahren lassen, was wir selbst auch nicht erfahren wollen. Wir würden Entscheidungen treffen und eine Handlungsweise ausüben, die für das eigene Wohl und das des anderen sorgt. Eventuell würden wir sogar kurz von uns selbst zurücktreten, um den anderen wieder Raum zu lassen. Das erfordert eine gesunde Selbstsicherheit und einen sehr klaren Kopf, vor allem aber eine gesunde Beziehung zu den Gefühlen die alle Menschen gleich erleben. Es sind ja nicht nur deine oder meine Gefühle, sondern die Gefühle des Mensch-sein überhaupt. Da wir alle Menschen sind, empfinden wir alle das gleiche. Nur die Intensität und der Umgang damit mögen unterschiedlich sein. Aber im Großen und Ganzen sind wir die Menschheit, die Gefühle und Emotionen in unterschiedlicher Intensität erfährt.

Eine Abkapselung als Strategie des Geistes, der sehr von sich eingenommen ist und an seine Alleinherrschaft glaubt, trennt dich von dem anderen und dessen Gefühle und du fängst an, erst deinen Standpunkt und dann dich selbst als Person zu verteidigen.  Die Verbindung wird unterbrochen und aus dieser Trennung heraus, die Angst hervor ruft, entsteht das Gefühl der Absicherung eines Standpunktes. Es entstehen Emotionen wie Wut und Zorn, die jetzt nur noch dafür dienen, sich vor Verletzung und Angriff schützen zu wollen. Wenn wir nur Dinge nachquaken oder von Dingen sprechen die wir selbst nie erfahren haben, dann ist es ganz natürlich, dass man sich Unsicher fühlt. Und da wir uns mit dem identifizieren, was man uns gesagt oder beigebracht hat, fühlen wir uns unsicher, wenn das in Frage gestellt wird. Das Gefühl der Unsicherheit ist im Grunde genommen ein gutes Zeichen dafür, dass man besser mal kurz still ist. So kann man die Unsicherheit nutzen um sich Sicherheit zu verschaffen.

Wenn wir mal ganz genau hinschauen, dann will niemand von uns wirklich wütend oder zornig auf den anderen sein. Wir benutzen die Angst und den Zorn nur, um unsere wirklichen Gefühle zu verbergen. Eigentlich wollen wir alle Gerechtigkeit erfahren. Das drückt allein schon, die in uns allen vorhandene Zuversicht aus. Auf was blickt man denn Zuversichtlich? Natürlich auf das Gute, was uns wiederfahren soll. Wir haben Hoffnung und wollen ein glückliches Leben führen. Darauf arbeiten wir doch alle irgendwie hin. Jeder mit seinen ganz eigenen Fähigkeiten und Talenten.

Der Ausdruck der Wut und des Zorns schottet uns jedoch von dem anderen ab und wir fördern damiBeim Meditation and Friends Retreat 2011 im Pauenhof fotografiertt sogar noch die Trennung. Unser Geist hat uns dazu verleitet einen Standpunkt aufrecht zu erhalten, der für Enge statt für Offenheit sorgt. Wir folgen unbewusst einem Geisteszustand, der sehr klein und begrenzt ist. Wir setzen uns mit diesem engen Teil des Geistes gleich und landen in einer Sackgasse. Wir haben uns mit dem Geist und seinen Vorstellungen identifiziert und fühlen uns nun klein, nur weil ein anderer kein Verständnis für unseren Standpunkt hatte. Wie gemein…für das Ego!

Manch jemand versucht an diesem Punkt auch noch andere mit auf seine Seite zu holen und zieht andere mit in seine Ansichten hinein. Eine ganze Kette von Reaktionen kann gestartet werden und sehr viel dicke Luft verbreiten. Egal um welchen Standpunkt es sich handelt! Da wir uns mit den Ansichten unseres Geistes gleichsetzen, fühlen wir uns persönlich angegriffen. Nur weil jemand nicht unserer Meinung ist und wir unsicher sind, weil wir über etwas gesprochen haben, was wir selbst vielleicht noch nie erfahren haben, setzen wir das mit der Aberkennung unserer ganzen Persönlichkeit gleich und versuchen uns als Person zu verteidigen.

Die Objektivität geht verloren und wenn so ein aufgewühlter Geist erst mal in Aktion ist, holt er gleich auch noch all die unverarbeiteten und aufgestauten Gedanken und Gefühle hoch, die sich jetzt zur vollen Pracht entfalten und endlich mal abgelassen werden können. Streit entsteht und je nach Intensität der Identifikation mit den Gedanken, kann das sehr unangenehm für alle Beteiligten werden.

Nach einer Weile geht so etwas meist wieder vorüber und wir merken, dass andere uns vielleicht doch nicht grundlegend schlecht gesinnt sind und wir doch gar nicht so kleinlich sein wollen, wie wir es uns eingebildet und verteidigt haben. Plötzlich können wir wieder Kontakt mit anderen aufnehmen und alles entspannt sich. Die Identifikation mit dem engen Geist löst sich langsam und wir öffnen uns wieder. Die Luft ist raus und man ist alles losgeworden. Eventuell haben wir zu grob gehandelt und fühlen uns nun schlecht. Wenn wir hier nun wieder aus Schuldgefühlen heraus handeln, haben wir noch nicht wirklich verstanden was passiert ist.

Wir verteidigen immer noch uns als Person, die sich mit einem Ideal identifiziert hat und angegriffen wurde. Ich möchte nochmal deutlich machen, dass es hier nicht darum geht, dass jemand den Kopf hin hält, wenn jemand mit einer Waffe vor ihm steht und abdrücken möchte. Wir sprechen darüber, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass jemand eine Waffe in die Hand nimmt und jemand anderen verletzen oder sogar töten würde. Das Opfer braucht in einem solchen Fall einen sehr klaren Kopf, um die Situation einschätzen und entsprechend reagieren zu können und der Täter bräuchte einen klaren Kopf, um zu erkennen was da gerade mit ihm geschieht. Wenn du Aufmerksam bist, dann erkennst du das Übel an der Wurzel, nämlich in einem unkontrollierten Geist der einen zum Wahnsinn treibt.

Wenn wir an einem unbewussten Punkt der Aggression stehen, besteht die Gefahr, dass es zu einer Gewohnheit wird, immer so zu reagieren, weil wir uns anschließend ja irgendwie gut fühlen. Alles ist mal raus und ich habe mich positioniert. Wie gesagt, manchmal ist das sicher nötig, aber das kann man auch sehr nett mit viel Gefühl für sich und den anderen machen. Wenn ein anderer darauf dann nicht eingehen mag, dann hat man seine Position halt mitgeteilt und jeder kann nun selbst entscheiden, wie man weiter miteinander umgehen möchte. Ein gesunder Austausch findet statt.

Hier ist es wichtig zu erkennen, was tatsächlich passiert. Nicht die anderen sind jetzt, wo alles wieder friedlicher geworden ist, netter geworden oder akzeptieren mich jetzt mehr. Nein, ich habe von der Identifizierung mit dem begrenzten Geist losgelassen und das lässt mich jetzt erfahren, dass andere Menschen offener sind. Du erntest, was du säst! Ich habe meinen Standpunkt aufgegeben und bin offener geworden. Vorher haben sich meine Mitmenschen in meine aggressive Energie mit reinziehen lassen oder sind mir aus dem Weg gegangen und nun reagieren sie auch auf mich, aber sie reagieren nun auf meine friedliche Energie. Es ist daher äußerst wichtig, dass man selbst seinen eigene Geist beherrscht, weil der nicht nur einen selbst beeinflusst, sondern auch die Umgebung. Ein unruhiger Geist kann einen größeren Krieg hervorrufen, wie die stärksten Waffen.

Aber müssen die Dinge denn immer nach dem gleichen Schema ablaufen? Kann Frieden tatsächlich immer erst auf Krieg folgen? Müssen wir ständig aufpassen und beobachten? Gibt es nur „Eins“ und „Null“? Wie alt sind diese Muster schon und wie lange leben wir sie selbst in unserem Inneren schon? Wir ärgern uns über Unruhen im außen und benutzen die gleichen psychologischen Taktiken in uns selbst. Offensichtlich haben wir unseren Geist noch nicht für andere Möglichkeiten geöffnet. Oder gibt es doch nur diese eine Möglichkeit?

Natürlich nicht, es gibt unzählige andere Möglichkeiten. Im besten Fall konnten wir uns andere Reaktionen bei unseren Eltern abschauen oder waren anderen glücklichen Umständen ausgesetzt. Da andere Möglichkeiten aber nicht in der Normschule gelehrt werden, ist es den meisten Menschen vorenthalten anders reagieren zu lernen und von Natur aus friedlich zu handeln. Es gab für die meisten für uns keine Schule, wo wir den Umgang mit unseren Gefühlen gelernt haben oder wo uns über die Struktur des Geistes etwas beigebracht wurde. Heute gibt es Hundeschulen die uns das Verhalten des Hundes aufzeigen, aber das Verhalten der Menschen lehren uns nur wenige. Die meisten gehen in eine Hundeschule um den Geist des Hundes zu trainieren und vergessen dabei, ihren eigenen zu klären. Viele Menschen lernen das nur in einem intensiven Selbststudium, lesen eigenständig Bücher über das Wesen des Geistes oder ziehen sich in ein Retreat oder zu einem Klausurtag zurück oder schließen sich anderen Gruppen an, die bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet haben. Manche fühlen sich auch ohne das alles wohl und leben, um dann wieder sterben zu können. Das ist auch in Ordnung.

Wer aber seine Fähigkeiten nutzen und einsetzen möchte für den gibt es sehr viele Möglichkeiten um sie zu entfalten. Eine davon ist sicher die Meditation. Alle Antworten sind bereits in uns enthalten. Wir müssen nur still sein, um sie zu hören. Das meiste ergibt sich von sich aus, wir müssen den Dingen nur Raum lassen und nicht alles schon im Vorhinein eingrenzen und kontrollieren. Eine der Hauptübungen in der Meditation ist das praktizieren von Geduld. Geduldig sitzen, abwarten und nichts tun. Die Erhöhung der Kapazität des Nichts-tun in der Meditation, steigert deine Bereitschaft im Alltag gelassener zu sein. Und wenn du gelassener bist, dann haben deine wahren Gefühle und Bedürfnisse mehr Raum um sich zu zeigen. Die Intuition steigert sich und dein spontanes Handeln wird effektiver.

Durch dich möchte so einiges entstehen und sich ausdrücken, dass darf aber nicht gleich durch unser angelerntes reagieren regelrecht abgetötet werden. So oder so wird sich ein Gefühl in dir durchsetzen und das sinnvollste ist es, diesem einen Raum zu bieten, in dem es sich zeigen darf. Ein Raum, in dem du zunächst allein mit deinen Gefühlen bist. Wo du dich mit ihnen auseinaDSCF0116ndersetzen kannst. Sie kennenlernen darfst und wo du sie langsam in dein Bewusstsein aufsteigen lassen kannst ohne Angst haben zu müssen, dass darauf jemand rumtrampelt oder du allein damit bist. Solch ein Raum ist der Meditationsraum. Nicht nur der materielle Raum, sondern auch dein innerer meditativer Raum in dem du still bist und dein Innerstes erforscht und sich entwickeln lässt.

Du bist jeden Tag mit dir selbst zusammen und da wäre es äußerst sinnvoll zu wissen, wie du funktionierst. Nicht wie deine Organe funktionieren, die funktionieren eh oder auch nicht, dass unterliegt nicht deiner Kontrolle. Dein Herz schlägt auch nachts, wenn du schläfst und du atmest auch, wenn du nicht dran denkst. Aber dein Verhalten, deine Reaktionen, deine Ansichten, deine Meinungen, deine Kommentare, deine Emotionen, deine Gefühle, dein Bewusstsein, dein Unterbewusstsein, dein ganzes inneres Haus, jedes einzelne Zimmer vom Dach bis in den Keller, das bist du. Und du bist der einzige der jeden Tag darin wohnt und damit zusammen lebt. Ihr solltet ein gutes Verhältnis zueinander haben, euch verstehen und miteinander klar kommen. Nicht das da zwei in dir wären, aber mit dem was du bist, solltest du okay sein. Das lernst du in der Meditation, hauptsächlich in der Meditation, denn da hast du den Raum, um mir dir allein sein zu können. Der Meditationsraum ist so ausgelegt, dass du dich selbst fühlen kannst, selbst wahrnehmen kannst, selbst erfahren kannst. Diese Erfahrung ist einmalig. In der Stille mit sich selbst zu sein ist so herrlich, dass du nichts anderes mehr brauchst wie dich selbst. Sich selbst, in sich selbst wohl zu fühlen ist die größte Entspannung die es gibt. Die Meditation geht weit über die Entspannung hinaus. In der Meditation lassen wir die Entspannung sogar hinter uns, weil wir sie gar nicht mehr benötigen. Du brauchst nichts mehr zu entspannen, weil du gar nichts mehr anspannst. Du bist reines Gewahrsein. Einfach da sein, so wie jetzt. Still und ruhig. Du bist Meditation!

Anmerkung:

Wenn du dich nicht in irgendeiner Art mit Meditation befassen würdest oder Meditation bereits ein Teil von dir wäre, dann wärst du nicht auf Meditation aufmerksam geworden. Gleiches zieht gleiches an. Wenn du dich irgendwann mal für Motorräder interessieren solltest, dann würden dir ständig Motorräder begegnen. Achte einfach mal drauf. Das kann man ganz gut ausprobieren. Genauso begegnet dir die Meditation. Sie ist bereits ein Teil von dir, denn deine Aufmerksamkeit geht in diese Richtung. Scheu dich nicht, sie weiter auszubauen, ihr mehr Interesse zu schenken. Sie ist auf keinen Fall Zeitverschwendung, ganz im Gegenteil, sie schenkt dir Zeit.

In der Meditation lernst du Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und du lernst, dem Energie zu geben, was dir auch von Nutzen ist. Sei es in der Freundschaft, im Haushalt, auf der Arbeit oder im Denken. Unwichtiges und Unnützes wird aussortiert und keine Energie mehr gegeben. Dafür erhalten die Nützlichen Dinge mehr Energie und dein Leben wird harmonischer und du fühlst dich mehr im Einklang mit deinem eigenen Wesen. Diese Wissen und dieses Geschenk für sich allein behalten zu wollen, wäre Egoismus. Scheu dich nicht anderen Menschen mitzuteilen, dass du an dir selbst arbeitest und dass du deinen Geist erforschst. Teile offen mit, wenn du Ruhe und Abstand brauchst. Fordere die Zeit für dich ein und nimm dir jeden Tag Zeit für die Innenschau.

Du bist jeden Tag mit deinem Geist konfrontiert und es wäre sinnvoll ihn zu studieren, in einem Selbststudium das Meditation heißt. Widme diesem Teil auch jeden Tag etwas Aufmerksamkeit, genauso wie du dir die Zähne putzt. Der Kopf muss auch geklärt werden, der Gedanken müssen gereinigt werden, das Unterbewusstsein muss geleert werden, damit du klar denken und fühlen kannst.

Angestautes und aufgestautes nimmt zu viel Platz im Innersten ein, wenn es nicht regelmäßig geleert wird. Man läuft förmlich voll und dann läuft alles über. Es muss ja nicht viel sein. Regelmäßig 20-30 Minuten reichen völlig aus. Wenn du nicht alleine meditieren magst, dann biete ich mittlerweile fast täglich Kurse, oder Workshops am Wochenende an. Du kannst auch zu persönlichen Einzeltrainings kommen oder ich komm zu dir. Wir können übers Internet gemeinsam meditieren und du kannst dich jeden Tag durch Facebook, meinen Blog oder sonst was motivieren lassen und dich mit mir austauschen.

Verlier den Kopf nicht in täglichen routinierten Handlungen die dir zwar Geld bringen, dich aber die Gesundheit kosten. Ohne dich, keine Arbeit! Du stehst an erste Stelle. Wenn du nicht funktionierst, funktioniert vieles andere auch nicht. Ohne dein Bewusstsein, bleibt für viele Menschen einiges im Unbewussten. Öffne dein Bewusstsein und lass andere daran teilhaben!

Karsten Spaderna, September 2015Header Buddha Meditationsschule.eu

Alleinsein und Meditation

Hinterlasse einen Kommentar

Alleinsein und Meditation 

Längere Zeit physisch mit anderen Menschen zusammen zu sein, zum Beispiel mit dem Partner, mit Arbeitskollegen, den Kindern, Kunden etc. , kann früher oder später eng und schwierig werden. Schnell kann man sich in Konflikte verstricken und überempfindlich reagieren. Achtsame Selbstbeobachtung und Einfühlung in die eigenen Bedürfnisse sind in Gesellschaft wesentlich schwieriger und oft sogar kaum möglich. Ohne Phasen des Alleinseins kommt einem der achtsame Zugang zu sich selbst abhanden.

Zeitweiliges Alleinsein ist also ein wichtiges Element zum inneren Wachstum. Um die Vielfalt der eigenen Bedürfnisse, Wahrnehmungen, Gedanken,- und Gewohnheitsmuster kennenzulernen bedarf es bewusster Phasen des Alleinseins, wie zum Beispiel bei der Meditation. Schon allein die Akzeptanz, sich selbst spüren zu wollen, kann viele Situationen entspannen. Je vertrauter man mit sich und seiner Innenwelt ist, desto leichter wird es einem fallen, sich in andere Menschen einzufühlen und dessen Bedürfnisse genauso zu akzeptieren wie die eigenen. Es ist der erste Schritt zu gesundem Mitgefühl.

Die größten Schwierigkeiten entstehen immer dann, wenn wir nur unsere persönlichen Interessen durchsetzen möchten. Das Ego bringt Erwartungen hervor und es entstehen Zuneigung und Abneigung. Wenn wir im Austausch mit anderen Menschen auf egoistische Ziele aus sind und wir uns nicht aus dem Griff des Egos befreien das an Forderungen festhält, dann wird der Mensch hinter unseren Urteilen und Forderungen verschwinden. Es besteht die Gefahr der Trennung und Abspaltung. Es passiert genau das, was wir uns eben nicht gewünscht haben. Wir verlieren die Aufmerksamkeit und hören dem anderen kaum noch zu. Jetzt zählt nur noch das eigene Ich und es entstehen Anspannung und Stress. In dieser zersplitterten Einsamkeit kann keine gesunde Kommunikation mehr stattfinden.

Im zeitweiligen Alleinsein, in der urteilsfreien und bejahenden Selbstbeobachtung und Selbsteinfühlung üben wir zunächst auf Deutungen und Veränderungswünsche zu verzichten. Wir beobachten so genau wie möglich, welche körperlichen Empfindungen, welche Gedanken, welche Reaktionen und welche Handlungstendenzen in uns selbst aktiv sind. Mit dem Verständnis über den eigenen inneren Prozess, mit der Akzeptanz der tausend Stimmen in uns, lernen wir alles zu akzeptieren, folgen später aber nicht mehr allem blind!

Wir fragen uns, ob unsere gewohnheitsmäßigen Handlungs,- und Verhaltensweisen zum gewünschten Ergebnis führen werden? Nachdem wir also beobachtet und akzeptiert haben was geschieht, können wir etwas verändern. Vorher waren wir unbewusst. Wussten über die eigenen Geschehnisse im Inneren nicht bescheid. Vielleicht haben wir ihnen bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aber nun kennen wir sie und wir fangen an zu überprüfen, ob sie uns noch dienlich sind.

Eine innere Aufmerksamkeit entsteht, eine Art inneres wach werden, klar sehen und fühlen. Hellfühligkeit und Hellhören entwickeln sich. Das Bewusstsein wächst und zur gleichen Zeit schrumpft etwas anderes, was vorher viel zu viel Energie gezogen hat. Wir werden toleranter, offener und feinfühliger. Alles bewegt sich in eine andere, lichtvolle Richtung. Diese Aufmerksamkeit, dieses wach sein, ist eine Art von Intelligenz die sehr spannend ist. Sie ist ganz neutral, sie ist einfach da. Durch Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und unendlicher Geduld kommt sie zum Vorschein. Im Buddhismus ist es das Bild von der Lotusblume, die sich durch den Schlamm kämpft und plötzlich zur vollen Pracht auf der Oberfläche erblüht. Sie war die ganze Zeit existent, sie war nur auf dem Grund.

Diese Pracht ist auch in uns. Im Alleinsein, in der Meditation lassen wir dieser Pracht Zeit um an die Oberfläche zu kommen, um ins Bewusstsein zu gelangen. Dafür meditieren wir, sitzen so gut es geht in Stille, bringen die Gedanken zur Ruhe, öffnen unseren Geist und sind wachsam, aufmerksam und achtsam. Aufmerksam und wachsam. Ruhig, still und gewahr. Einfach nur gewahr. So wie jetzt, einfach nur still und aufmerksam. Es ist ganz nah. Genau jetzt 🙂 

Karsten Spaderna, www.meditationsschule.eu

www.meditationsschule.eu

Wie Meditation wirkt.

Hinterlasse einen Kommentar

Wie Meditation wirkt.

Von Karsten Spaderna

Immer, wenn im Leben etwas Unerwünschtes eintrifft, reagiert man mit Anspannung und Stress darauf. Immer, wenn das gewollte nicht eintrifft, fühlt man sich elend und schwach. Man reagiert mit Wut, Zorn, Hass und Feindseligkeit. Dies bekommt dann auch die Umgebung zu spüren. Man ist niedergeschmettert, schlecht gelaunt und Streitlustig. Selbstzweifel kommt auf und man versucht wiederum das Unerwünschte zu vermeiden, indem man sich bemüht die Dinge wieder unter Kontrolle zu bringen. Ein nicht endender Kreislauf aus Angst, Kontrolle, Hoffnung, Angst, Kontrolle.

Auf eine gesunde Art und Weise zu leben besteht nicht nur aus körperlicher Aktivität, sondern auch aus geistig mentaler Kraft- der Meditation. Mit der Meditation erlernt man eine Methode, mit der der Meditierende die Wahrheit über sich selbst erfahren kann. Eine Methode mit der er zu Selbsterkenntnis erlangen kann. Er erfährt anhand seiner eigenen Erkenntnis wie der Geist funktioniert, wie Gedanken, Gefühle und Emotionen entstehen und wie er sie auf leichte und unbeschwerte Art betrachten kann.

Um die Wahrheit über sich selbst erfahren zu können, hat die Natur uns mit Bewusstsein ausgestattet. Bewusstsein ist das naheliebendste Werkzeug das genutzt werden kann, um Erkenntnis über die eigenen inneren Prozesse zu erlangen. Mit dem Wissen über die eigenen inneren Prozesse, wie Verhaltensstruktur, halb- und unbewussten Glaubenssätze und Gedankengänge, die eigenen natürlichen Grenzen, die emotionale Kapazität, die eigenen Kraftreserven etc. kann der Meditierende lernen, gelassen und entspannt damit umzugehen. Er kann auch lernen diese Eigenschaft bewusst zu nutzen oder auszubauen, aber immer mit dem Wissen, dass auch dies wieder zu etwas gewünschtem führt, dass vielleicht nicht eintrifft. Seine Zielausrichtung ist daher eher auf den Augenblick fokussiert, anstatt auf ein letztendliches Ziel. Mit Bewusstsein im Augenblick verankert zu sein, gibt dem Meditierenden den nötigen Halt, um auch in stürmischen Zeiten ruhig und gelassen zu bleiben. Der Augenblick, das Hier und Jetzt, ist sein Zuhause.

Um mit seinem eigenen Bewusstsein arbeiten zu können, benötigt man Zeit und Ruhe. Nur wenn der Geist nicht von klingelnden Handys, flackernden Monitoren, störenden Gerüchen, unnötigem Gerede und allen sonstigen ablenkenden Einflüssen gestört wird, hat man die Möglichkeit sich zu sammeln und zu fokussieren. Erst dann ist es möglich, die eigene Aufmerksamkeit bewusst in ausgewählte Bereiche zu lenken. Nur wenn der Geist wirklich still ist, kann man die tatsächliche Realität dessen, was ist, erfassen. Mit einem ruhigen Geist, kann man jede Situation auf sich wirken lassen. Aus dieser stillen Betrachtung heraus können dann Handlungen entstehen, die spontan, intuitiv und aus dem reinen eigenen Selbst heraus kommen. Hierfür kann man dann leicht die Verantwortung übernehmen, weil sie nicht von äußeren Einflüssen bestimmt waren.

Die Handlungen des Meditierenden sind selbstsicher und verantwortungsbewusst.

Wenn dir die Meditation fremd ist oder du dich unsicher fühlst, wenn du alleine meditierst, dann such dir eine Gruppe oder einen erfahrenden Meditationslehrer in deiner Umgebung. Es gibt immer und überall Möglichkeiten eine Gruppe oder einen Kurs zu finden. Die Meditation ist sehr erleichternd. Sie lehrt dich mit scheinbar großen Problemen mühelos umzugehen. Sie stärkt dein Selbstbewusstsein und fördert deine Kreativität.Sie kann dir neue Lebensziele und fantastische Erkenntnisse schenken. Probier es einfach mal aus!

Viel Freude und viele glückliche Umstände!

Schließ dich jetzt den „Happy 2015“ Freunden an und erhalte regelmäßig einen Newsletter mit interessanten Übungen, News und Terminen.

Karsten Spaderna, kontakt@meditationstrainer.net

www.meditationstrainer.net & www.meditierenlernen.de

Der eigene Selbstausdruck

Hinterlasse einen Kommentar

Der eigene Selbstausdruck.

Wie verleiht man dem eigenen Wesen Selbstausdruck? Was bedeutet Selbstausdruck eigentlich?

Wenn wir die Worte auseinander nehmen, dann scheint es wohl darum zu gehen, dass man das eigene Selbst durch verschiedene Formen zum Ausdruck bringt. Dies könnte durch die Sprache, die Hände, durch Gesten oder durch das eigene Handeln sein. Manche Menschen brauchen über ihren Selbstausdruck wahrscheinlich gar nicht nachzudenken, weil es für sie ganz selbstverständlich ist, das sie das sagen, tun und machen, was ihrer Meinung nach richtig ist. Sie bringen sich selbst zum Ausdruck ohne irgendwelche Zweifel zu haben, dass dies von anderen in Frage gestellt werden könnte.

Sich mutig und freudig mit anderen Menschen über verschiedene Kommunikationswege auszutauschen, fördert die eigene Persönlichkeit und lässt das eigene Selbst bewusster werden. Über die Kommunikation mit anderen, wird man sich also bewusst, wie das was man sagt oder tut, bei dem anderen ankommt. Anhand seiner Reaktion können wir feststellen, ob wir gemocht, anerkannt oder abgelehnt werden.

Dies kann den Selbstausdruck natürlich fördern oder auch hemmen. Wenn wir Angst haben mit anderen Menschen, die wir vielleicht als „höher stehend“ betrachten, zu kommunizieren, dann ist es fraglich, ob wir unser Wesen tatsächlich richtig zum Ausdruck bringen. Wenn Minderwertigkeitskomplexe uns daran hindern mit anderen in Kontakt zu treten, dann fühlen wir uns mit dem was wir sagen oder tun unsicher. Wird hier wirklich das zum Ausdruck gebracht, was in uns tatsächlich vorgeht?

Mit ein klein wenig Mut und der Erkenntnis, dass wir alle menschliche Wesen sind, die im Grunde alle die gleichen Empfindungen haben, können wir uns Schritt für Schritt an unseren Selbstausdruck wagen. Vielleicht sagt man einfach mal das, was gerade in einem vorgeht. Vielleicht teilt man einfach mal seine Meinung mit, um zu sehen, wie der Andere darauf reagiert. Seine Reaktion ist sehr nützlich, um feststellen zu können, woran du tatsächlich bist. Ohne seine Reaktion tappst du vielleicht im Dunkeln und hast immer nur geglaubt, dass es so ist, wie du es dir gewünscht hast.

Vielleicht hast du deinen Wunsch auf den anderen projiziert und durch den Ausdruck dessen, was wirklich in dir vorgeht, erkennst du plötzlich, dass der Andere eigentlich ganz anders tickt und andere Vorstellungen hat. Dies könnte deine Unsicherheit, die du vielleicht schon lange mit dir rumträgst, bestätigen, und du kannst mehr Vertrauen zu deinen Gefühlen, deinem 7. Sinn erhalten. Und das nur, weil du angefangen hast offen zu kommunizieren.

Du stellst Fragen, forschst nach und lässt das, was du nicht verstehst, nicht einfach als offene Aussage im Raum stehen. Zu beginnen sich selbst auszudrücken ist meines Erachtens gleichzeitig der Beginn zu einem Leben in Einzigartigkeit. Das Selbstvertrauen wächst und du erkennst, dass alles Eins ist, weil deine Reaktion immer wieder etwas Neues in Gang setzt. Nichts geschieht unabhängig voneinander.

Wenn du dich zurückhältst und du dich nicht praktisch oder sprachlich ausdrückst, dann kann es keine Reaktion geben, weil du nicht in Aktion getreten bist. Etwas Unausgesprochenes bleibt im Raum und alles basiert auf Vermutungen und Annahmen. Dies fördert die Illusion und kann zu großen Missverständnissen führen die keinem wirklich dienlich sind. Du kommst nicht zum nächsten Schritt und dein Gegenüber hat das Gefühl, dass bei ihm nichts ankommt, weil aus dir nichts herauskommt. Dies kann ihn zu einem Handeln animieren, dass nur aufgrund seiner Vermutung beruht. Er glaubt nur, dass es so oder so ist. Er weiß es aber nicht genau, weil du es nichts gesagt hast. Weil du das, was dich SELBST beschäftigt, nicht zum AUSDRUCK gebracht hast. Dem, was deinem Wesen, deiner Persönlichkeit entspricht mitzuteilen, sollte das natürlichste auf der Welt für dich werden. Du kannst dabei nie etwas verlieren, weil aufgrund deiner Aktion eine Reaktion folgt, mit der du dann wiederum arbeiten kannst. Anhand der Reaktion kommst du zum nächsten Schritt.

Während man bei der Meditation lernt, seine inneren Reaktionen zu beobachten und nicht zu reagieren, geht es beim Thema Selbstausdruck darum, dem eigenen Wesen erst mal Ausdruck zu verleihen. Das kann sehr Widersprüchlich wirken. Bei genauerem hinsehen ist es das aber nicht.

Mutig zu seinen Aktivitäten, dem was in einem Selbst vorgeht, zu stehen, kann auch bedeuten, dass man lieber mal nicht reagieren möchte, das man lieber mal schweigen möchte, lieber mal nichts tun möchte, sich lieber mal zurückziehen mag oder vielleicht auch mal allein sein möchte. Es kommt ganz drauf an, was in dir selbst vorgeht, was DU für richtig empfindest. Das ist Selbstausdruck.

Es spielt keine Rolle, was ein anderer tut macht oder vorgibt. Du triffst die für dich passende Entscheidung, ohne dich durch zu viel Reden, Artikulieren, überaktives Handeln oder Werkeln schützen oder verteidigen zu müssen. Dein Selbstausdruck ist stark und stabil. Du weißt wer du bist, was du zu bieten hast und vor allem weißt du, was für dich das Beste ist. Dies kann manchmal auch bedeuten, dass du etwas tust oder sagst, was zu Komplikationen oder Stress führen kann.

Wichtig ist hierbei aber, dass jeder weiß, wo er dran ist und das du kein Schauspiel betreibst und du dich nur des Friedens wegen zurückhältst. Wenn das dein Selbstausdruck, okay. Wenn du aber schauspielerst, dann machst du dem anderen was vor und er reagiert immer nur auf den Schauspieler. Die Kommunikation basiert dann auf falschen Tatsachen. Vielleicht verurteilst du dein Gegenüber sogar für seine Reaktionen. Dabei kann er in Wirklichkeit doch nur auf das reagieren, was du ausdrückst. Er spiegelt dich. Du kannst seine Reaktionen als Spiegelbild nutzen.

Mit Ehrlichkeit kommt man am Weitesten. Nutze alle Ausdrucksformen die für dich geeignet sind. Schreibe etwas, wenn dir sprechen schwer fällt. Teile dich über ein Bild mit, wenn du nicht gut schreiben kannst. Sprich etwas aus, wenn du keine Lust auf malen hast. Jeder hat eine bestimmte Ausdrucksweise die er bevorzugt. Und diese sollte von jedem akzeptiert werden. Auch wenn einem das nicht immer passt.

Mir fällt da das typische Beispiel ein, wo ein Partner per SMS Schluss macht. Ist natürlich nicht schön und Gesellschaftlich schon gar nicht akzeptabel. Wenn der Partner aber nicht zu anderen Ausdrucksformen neigt, dann ist das halt die leichteste und einfachste Art für ihn sich auszudrücken. Wenn du über deine eigenen Ausdrucksformen Bescheid weißt, sie zu nutzen weißt, dann kannst du auch andere Ausdrucksformen akzeptiere.

Mit dem Selbstausdruck des eigenen Wesens, steigt auch die Fähigkeit sich für andere Ausdrucksformen zu öffnen, da man sehr gefestigt im eigenen Selbst ist. Die Erfahrung hat einen dorthin geführt. Der Mut sich mitzuteilen bringt Erfahrungen hervor, die einen selbstsicher werden lassen. Die Verbindung zu deinem wahren Selbst, lässt dich ganz klar deine Talente und Fähigkeiten erkennen.

Dein Leben ist ein Geschenk an die Kraft der Kreativität, die sich durch deinen Körper oder deinen Geist ausdrücken kann. Das Geschenk der Kreativität ist die Möglichkeit die du durch deinen Körper erhalten hast, um dein Selbst ausdrücken zu können. Ein Geben und Nehmen, das zum Wohle aller Menschen genutzt werden kann, um den gesamten Wachstum zu fördern.

Bring dich mutig und freudig selbst zum Ausdruck. Stell dein Licht nicht länger unter den Scheffel. Bring alles was du bist liebevoll zum Ausdruck. Andere werden dich dann so akzeptieren wie du bist, weil du ehrlich und authentisch bist. Sie sehen dein wahres Wesen und du findest Menschen denen das gefällt.

Viel Freude und viele glückliche Umstände,

Karsten Spaderna

 

 

Schließ dich jetzt der „Happy 2015“ Gemeinschaft an und erhalte regelmäßig einen Newsletter mit interessanten News und Terminen.

Karsten Spaderna, kontakt@meditationstrainer.net

0171.1855538 oder 02137.927167

www.meditationstrainer.net & www.meditierenlernen.de

Older Entries

%d Bloggern gefällt das: