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Negative Stimmungen ändern

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Negative Stimmungen ändern.

Wusstest du, dass du eine negative Stimmung ändern kannst, indem du deinem Geist eine Alternative anbietest? Wenn du die Fähigkeit wieder erlangst, deine Aufmerksamkeit gewollt zu verlagern, dann kannst du einfach anfangen, dich mit etwas anderem zu beschäftigen. Du könntest zum Beispiel eine Musik auflegen, die dir besonders gut gefällt oder ein Bild anschauen, das du magst oder ein Mantra hören, das du als positive empfindest. Es wird ein paar Minuten dauern, bis du dich vom Problem lösen kannst, weil du es vielleicht noch nicht wirklich geübt hast, aber du kannst deine Identifizierung von allem lösen, weil du einen Willen hast, der wie ein kleiner Muskel trainiert werden kann. Manchmal möchte man vielleicht in einer bestimmten Stimmung bleiben und das ist auch okay so. Dennoch wissen wir alle, dass unsere Aufmerksamkeit sowieso irgendwann woanders hingeht und das passiert nicht zufällig. Es passiert, weil du dich irgendwann für etwas anderes interessierst und damit lenkst du deine Aufmerksamkeit von A nach B. Dafür benutzt du deinen Willen und eine starke Entschlossenheit es wirklich tun zu wollen. Du bist es, der die Aufmerksamkeit woanders hin lenkt!

Du kannst dich im Geiste ja auch an eine vergangene Situation erinnern. Dazu tauchen dann die entsprechenden Empfindungen in deinem Körper auf und je nachdem wir stark deine Visualisierungskraft ist, kannst du für einen Augenblick nicht mehr unterscheiden, ob du „in Gedanken“ bist oder ob es tatsächlich gerade passiert. Unser Verstand kann zwischen Traum und Realität nicht unterscheiden.

Wenn du eine Fantasiereise an einen schönen Strand machst und du dir den warmen Sand zwischen deinen Füßen vorstellst, das Rauschen der Wellen hörst, die Möwen, die spielenden Kinder, das Brechen der Wellen und du dir den weiten Horizont mit den verschiedenen Blautönen des Himmels und des Meeres vor deinen Augen vorstellst, dann bekommst du irgendwann das Gefühl, tatsächlich dort im warmen Sand zu liegen und die Wärme der Sonne auf der Haut zu spüren.

Oder du wachst aus einem Traum auf und musst dir erst mal Zeit nehmen um zu realisieren, dass es wirklich nur ein Traum war. Wie konnte das passieren, dass du glaubtest es sei Realität? Unser Verstand besitzt die Fähigkeit in jede Realität zu wandern, die deine Vorstellungskraft hergibt. Es ist unsere natürliche Fähigkeit uns im Geiste etwas vorzustellen. Und jeder, der ein Ziel umsetzen möchte von dem er oder sie geträumt hat, benutzt diese Bilder im Geist als Vorlage.

Oder vielleicht kennst du das auch, dass man anfängt sich über etwas zu sorgen und irgendwann wird es so krass, dass du glaubst vor Sorge fast umzukommen. Es fällt dir sehr schwer dich wieder zu beruhigen. Aber auch in diesen Momenten würde dir jeder den Tipp geben, runter zu kommen, dich auf etwas anderes zu konzentrieren, loszulassen. Und tatsächlich, wenn du es einigermaßen beherrscht, dann beruhigst du dich irgendwann ein wenig und wirst langsam ruhiger. Du lenkst deine Aufmerksamkeit woanders hin. Vielleicht machst du den Fernseher an, liest ein wenig, hörst Musik, telefonierst oder machst dir was zu essen.

Unser Geist ist sehr sehr empfindlich und du solltest wirklich große Achtsamkeit an den Tag legen, um nicht unbewusst irgendwelche Dinge aufzunehmen, die deine empfindliche Natur in Unruhe bringen könnten. Übe gutes zu sehen, gesund zu essen, Alkohol und andere Drogen zu vermeiden, nett zu deinen Mitmenschen zu sein und Ärger am besten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dann geht deine Aufmerksamkeit automatisch immer wieder zu den schönen Dingen des Lebens, weil du das Leben und deinen Körper als wertvoll betrachtest. Du schenkst ihm Respekt und Achtung und dann wird das Leben dich beachten und respektieren.

Finde positive Alternativen zu deinen negativen Stimmungen und schenk diesen mehr Aufmerksamkeit. Finde schöne Worte und bau sie in deinen Wortschatz ein. Schau dir schöne Dinge an, höre Musik die dir Kraft und Lebensfreude gibt. Übe es in jeder noch so kleinen Situation. Achte immer mehr auf die Geschenke, die dir das Leben jeden Tag bringt. Heute ist schon wieder die Sonne aufgegangen. Du atmest, bekommst Luft und dein Geist ist auch wieder da Du bist wach und solltest etwas Gutes für dich und deine Mitmenschen tun. Rufe jemanden an, schreib was Nettes. Nutze deinen Geist und lass sein Licht auf die schönen Dinge strahlen. Bring die schönen Dinge wieder zum Leuchten, indem du das Licht deiner Aufmerksamkeit auf sie lenkst. Dann fängt alles an zu strahlen und das wird sich in deinem innersten wiederspiegeln und du wirst zu einem leuchtenden Vorbild. Das tut uns allen gut. Viel Spaß dabei

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Meditation und der eigene Standpunkt

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Meditation und der eigene Standpunkt

Unser Geist hat viele Strategien entwickelt, die uns regelmäßig das Leben schwer machen. Eine dieser Strategie ist zum Beispiel, die aggressive Verteidigung eines Standpunktes den wir eingenommen haben und nur sehr ungern wieder aufgeben. Die Gründe mögen unterschiedlich sein und wir sind uns in solchen Situationen bestimmt auch ganz sicher, dass wir in Beziehung zu Anderen Recht damit haben. Aber mit etwas Weitblick und einiger Erfahrungen erkennen wir oftmals, dass uns mit Geduld, einiges an Energieaufwand erspart geblieben wäre. Hätten wir die Ruhe bewahrt, dann müssten wir uns jetzt nicht mit dem korrigieren unseres Fehlverhaltens, aufgrund von schädlichen Reaktionen wie Wut und Ärger, die übrigens alle in die Kategorie der Gewalt gehören, beschäftigen. Das bedeutet nicht, dass wir unseren Standpunkt grundlegend aufgeben müssen. Aber mit etwas mehr Mitgefühl gesprochene Worte klingen schon ganz anders, wie eine harte Ansprache die einen anderen gegen die Wand redet und dessen Gefühle wir einfach mit unserer gewaltigen Emotionen niederdrücken. Viele Menschen wissen diese Macht bewusst einzusetzen. Doch der Mangel an Mitgefühl für den anderen in solch einer Situation, kann auf ein fehlendes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse nach Gerechtigkeit hin deuten. Wenn wir uns unserer eigenen Gefühle tatsächlich bewusst wären, dann würden wir niemand etwas erfahren lassen, was wir selbst auch nicht erfahren wollen. Wir würden Entscheidungen treffen und eine Handlungsweise ausüben, die für das eigene Wohl und das des anderen sorgt. Eventuell würden wir sogar kurz von uns selbst zurücktreten, um den anderen wieder Raum zu lassen. Das erfordert eine gesunde Selbstsicherheit und einen sehr klaren Kopf, vor allem aber eine gesunde Beziehung zu den Gefühlen die alle Menschen gleich erleben. Es sind ja nicht nur deine oder meine Gefühle, sondern die Gefühle des Mensch-sein überhaupt. Da wir alle Menschen sind, empfinden wir alle das gleiche. Nur die Intensität und der Umgang damit mögen unterschiedlich sein. Aber im Großen und Ganzen sind wir die Menschheit, die Gefühle und Emotionen in unterschiedlicher Intensität erfährt.

Eine Abkapselung als Strategie des Geistes, der sehr von sich eingenommen ist und an seine Alleinherrschaft glaubt, trennt dich von dem anderen und dessen Gefühle und du fängst an, erst deinen Standpunkt und dann dich selbst als Person zu verteidigen.  Die Verbindung wird unterbrochen und aus dieser Trennung heraus, die Angst hervor ruft, entsteht das Gefühl der Absicherung eines Standpunktes. Es entstehen Emotionen wie Wut und Zorn, die jetzt nur noch dafür dienen, sich vor Verletzung und Angriff schützen zu wollen. Wenn wir nur Dinge nachquaken oder von Dingen sprechen die wir selbst nie erfahren haben, dann ist es ganz natürlich, dass man sich Unsicher fühlt. Und da wir uns mit dem identifizieren, was man uns gesagt oder beigebracht hat, fühlen wir uns unsicher, wenn das in Frage gestellt wird. Das Gefühl der Unsicherheit ist im Grunde genommen ein gutes Zeichen dafür, dass man besser mal kurz still ist. So kann man die Unsicherheit nutzen um sich Sicherheit zu verschaffen.

Wenn wir mal ganz genau hinschauen, dann will niemand von uns wirklich wütend oder zornig auf den anderen sein. Wir benutzen die Angst und den Zorn nur, um unsere wirklichen Gefühle zu verbergen. Eigentlich wollen wir alle Gerechtigkeit erfahren. Das drückt allein schon, die in uns allen vorhandene Zuversicht aus. Auf was blickt man denn Zuversichtlich? Natürlich auf das Gute, was uns wiederfahren soll. Wir haben Hoffnung und wollen ein glückliches Leben führen. Darauf arbeiten wir doch alle irgendwie hin. Jeder mit seinen ganz eigenen Fähigkeiten und Talenten.

Der Ausdruck der Wut und des Zorns schottet uns jedoch von dem anderen ab und wir fördern damiBeim Meditation and Friends Retreat 2011 im Pauenhof fotografiertt sogar noch die Trennung. Unser Geist hat uns dazu verleitet einen Standpunkt aufrecht zu erhalten, der für Enge statt für Offenheit sorgt. Wir folgen unbewusst einem Geisteszustand, der sehr klein und begrenzt ist. Wir setzen uns mit diesem engen Teil des Geistes gleich und landen in einer Sackgasse. Wir haben uns mit dem Geist und seinen Vorstellungen identifiziert und fühlen uns nun klein, nur weil ein anderer kein Verständnis für unseren Standpunkt hatte. Wie gemein…für das Ego!

Manch jemand versucht an diesem Punkt auch noch andere mit auf seine Seite zu holen und zieht andere mit in seine Ansichten hinein. Eine ganze Kette von Reaktionen kann gestartet werden und sehr viel dicke Luft verbreiten. Egal um welchen Standpunkt es sich handelt! Da wir uns mit den Ansichten unseres Geistes gleichsetzen, fühlen wir uns persönlich angegriffen. Nur weil jemand nicht unserer Meinung ist und wir unsicher sind, weil wir über etwas gesprochen haben, was wir selbst vielleicht noch nie erfahren haben, setzen wir das mit der Aberkennung unserer ganzen Persönlichkeit gleich und versuchen uns als Person zu verteidigen.

Die Objektivität geht verloren und wenn so ein aufgewühlter Geist erst mal in Aktion ist, holt er gleich auch noch all die unverarbeiteten und aufgestauten Gedanken und Gefühle hoch, die sich jetzt zur vollen Pracht entfalten und endlich mal abgelassen werden können. Streit entsteht und je nach Intensität der Identifikation mit den Gedanken, kann das sehr unangenehm für alle Beteiligten werden.

Nach einer Weile geht so etwas meist wieder vorüber und wir merken, dass andere uns vielleicht doch nicht grundlegend schlecht gesinnt sind und wir doch gar nicht so kleinlich sein wollen, wie wir es uns eingebildet und verteidigt haben. Plötzlich können wir wieder Kontakt mit anderen aufnehmen und alles entspannt sich. Die Identifikation mit dem engen Geist löst sich langsam und wir öffnen uns wieder. Die Luft ist raus und man ist alles losgeworden. Eventuell haben wir zu grob gehandelt und fühlen uns nun schlecht. Wenn wir hier nun wieder aus Schuldgefühlen heraus handeln, haben wir noch nicht wirklich verstanden was passiert ist.

Wir verteidigen immer noch uns als Person, die sich mit einem Ideal identifiziert hat und angegriffen wurde. Ich möchte nochmal deutlich machen, dass es hier nicht darum geht, dass jemand den Kopf hin hält, wenn jemand mit einer Waffe vor ihm steht und abdrücken möchte. Wir sprechen darüber, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass jemand eine Waffe in die Hand nimmt und jemand anderen verletzen oder sogar töten würde. Das Opfer braucht in einem solchen Fall einen sehr klaren Kopf, um die Situation einschätzen und entsprechend reagieren zu können und der Täter bräuchte einen klaren Kopf, um zu erkennen was da gerade mit ihm geschieht. Wenn du Aufmerksam bist, dann erkennst du das Übel an der Wurzel, nämlich in einem unkontrollierten Geist der einen zum Wahnsinn treibt.

Wenn wir an einem unbewussten Punkt der Aggression stehen, besteht die Gefahr, dass es zu einer Gewohnheit wird, immer so zu reagieren, weil wir uns anschließend ja irgendwie gut fühlen. Alles ist mal raus und ich habe mich positioniert. Wie gesagt, manchmal ist das sicher nötig, aber das kann man auch sehr nett mit viel Gefühl für sich und den anderen machen. Wenn ein anderer darauf dann nicht eingehen mag, dann hat man seine Position halt mitgeteilt und jeder kann nun selbst entscheiden, wie man weiter miteinander umgehen möchte. Ein gesunder Austausch findet statt.

Hier ist es wichtig zu erkennen, was tatsächlich passiert. Nicht die anderen sind jetzt, wo alles wieder friedlicher geworden ist, netter geworden oder akzeptieren mich jetzt mehr. Nein, ich habe von der Identifizierung mit dem begrenzten Geist losgelassen und das lässt mich jetzt erfahren, dass andere Menschen offener sind. Du erntest, was du säst! Ich habe meinen Standpunkt aufgegeben und bin offener geworden. Vorher haben sich meine Mitmenschen in meine aggressive Energie mit reinziehen lassen oder sind mir aus dem Weg gegangen und nun reagieren sie auch auf mich, aber sie reagieren nun auf meine friedliche Energie. Es ist daher äußerst wichtig, dass man selbst seinen eigene Geist beherrscht, weil der nicht nur einen selbst beeinflusst, sondern auch die Umgebung. Ein unruhiger Geist kann einen größeren Krieg hervorrufen, wie die stärksten Waffen.

Aber müssen die Dinge denn immer nach dem gleichen Schema ablaufen? Kann Frieden tatsächlich immer erst auf Krieg folgen? Müssen wir ständig aufpassen und beobachten? Gibt es nur „Eins“ und „Null“? Wie alt sind diese Muster schon und wie lange leben wir sie selbst in unserem Inneren schon? Wir ärgern uns über Unruhen im außen und benutzen die gleichen psychologischen Taktiken in uns selbst. Offensichtlich haben wir unseren Geist noch nicht für andere Möglichkeiten geöffnet. Oder gibt es doch nur diese eine Möglichkeit?

Natürlich nicht, es gibt unzählige andere Möglichkeiten. Im besten Fall konnten wir uns andere Reaktionen bei unseren Eltern abschauen oder waren anderen glücklichen Umständen ausgesetzt. Da andere Möglichkeiten aber nicht in der Normschule gelehrt werden, ist es den meisten Menschen vorenthalten anders reagieren zu lernen und von Natur aus friedlich zu handeln. Es gab für die meisten für uns keine Schule, wo wir den Umgang mit unseren Gefühlen gelernt haben oder wo uns über die Struktur des Geistes etwas beigebracht wurde. Heute gibt es Hundeschulen die uns das Verhalten des Hundes aufzeigen, aber das Verhalten der Menschen lehren uns nur wenige. Die meisten gehen in eine Hundeschule um den Geist des Hundes zu trainieren und vergessen dabei, ihren eigenen zu klären. Viele Menschen lernen das nur in einem intensiven Selbststudium, lesen eigenständig Bücher über das Wesen des Geistes oder ziehen sich in ein Retreat oder zu einem Klausurtag zurück oder schließen sich anderen Gruppen an, die bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet haben. Manche fühlen sich auch ohne das alles wohl und leben, um dann wieder sterben zu können. Das ist auch in Ordnung.

Wer aber seine Fähigkeiten nutzen und einsetzen möchte für den gibt es sehr viele Möglichkeiten um sie zu entfalten. Eine davon ist sicher die Meditation. Alle Antworten sind bereits in uns enthalten. Wir müssen nur still sein, um sie zu hören. Das meiste ergibt sich von sich aus, wir müssen den Dingen nur Raum lassen und nicht alles schon im Vorhinein eingrenzen und kontrollieren. Eine der Hauptübungen in der Meditation ist das praktizieren von Geduld. Geduldig sitzen, abwarten und nichts tun. Die Erhöhung der Kapazität des Nichts-tun in der Meditation, steigert deine Bereitschaft im Alltag gelassener zu sein. Und wenn du gelassener bist, dann haben deine wahren Gefühle und Bedürfnisse mehr Raum um sich zu zeigen. Die Intuition steigert sich und dein spontanes Handeln wird effektiver.

Durch dich möchte so einiges entstehen und sich ausdrücken, dass darf aber nicht gleich durch unser angelerntes reagieren regelrecht abgetötet werden. So oder so wird sich ein Gefühl in dir durchsetzen und das sinnvollste ist es, diesem einen Raum zu bieten, in dem es sich zeigen darf. Ein Raum, in dem du zunächst allein mit deinen Gefühlen bist. Wo du dich mit ihnen auseinaDSCF0116ndersetzen kannst. Sie kennenlernen darfst und wo du sie langsam in dein Bewusstsein aufsteigen lassen kannst ohne Angst haben zu müssen, dass darauf jemand rumtrampelt oder du allein damit bist. Solch ein Raum ist der Meditationsraum. Nicht nur der materielle Raum, sondern auch dein innerer meditativer Raum in dem du still bist und dein Innerstes erforscht und sich entwickeln lässt.

Du bist jeden Tag mit dir selbst zusammen und da wäre es äußerst sinnvoll zu wissen, wie du funktionierst. Nicht wie deine Organe funktionieren, die funktionieren eh oder auch nicht, dass unterliegt nicht deiner Kontrolle. Dein Herz schlägt auch nachts, wenn du schläfst und du atmest auch, wenn du nicht dran denkst. Aber dein Verhalten, deine Reaktionen, deine Ansichten, deine Meinungen, deine Kommentare, deine Emotionen, deine Gefühle, dein Bewusstsein, dein Unterbewusstsein, dein ganzes inneres Haus, jedes einzelne Zimmer vom Dach bis in den Keller, das bist du. Und du bist der einzige der jeden Tag darin wohnt und damit zusammen lebt. Ihr solltet ein gutes Verhältnis zueinander haben, euch verstehen und miteinander klar kommen. Nicht das da zwei in dir wären, aber mit dem was du bist, solltest du okay sein. Das lernst du in der Meditation, hauptsächlich in der Meditation, denn da hast du den Raum, um mir dir allein sein zu können. Der Meditationsraum ist so ausgelegt, dass du dich selbst fühlen kannst, selbst wahrnehmen kannst, selbst erfahren kannst. Diese Erfahrung ist einmalig. In der Stille mit sich selbst zu sein ist so herrlich, dass du nichts anderes mehr brauchst wie dich selbst. Sich selbst, in sich selbst wohl zu fühlen ist die größte Entspannung die es gibt. Die Meditation geht weit über die Entspannung hinaus. In der Meditation lassen wir die Entspannung sogar hinter uns, weil wir sie gar nicht mehr benötigen. Du brauchst nichts mehr zu entspannen, weil du gar nichts mehr anspannst. Du bist reines Gewahrsein. Einfach da sein, so wie jetzt. Still und ruhig. Du bist Meditation!

Anmerkung:

Wenn du dich nicht in irgendeiner Art mit Meditation befassen würdest oder Meditation bereits ein Teil von dir wäre, dann wärst du nicht auf Meditation aufmerksam geworden. Gleiches zieht gleiches an. Wenn du dich irgendwann mal für Motorräder interessieren solltest, dann würden dir ständig Motorräder begegnen. Achte einfach mal drauf. Das kann man ganz gut ausprobieren. Genauso begegnet dir die Meditation. Sie ist bereits ein Teil von dir, denn deine Aufmerksamkeit geht in diese Richtung. Scheu dich nicht, sie weiter auszubauen, ihr mehr Interesse zu schenken. Sie ist auf keinen Fall Zeitverschwendung, ganz im Gegenteil, sie schenkt dir Zeit.

In der Meditation lernst du Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und du lernst, dem Energie zu geben, was dir auch von Nutzen ist. Sei es in der Freundschaft, im Haushalt, auf der Arbeit oder im Denken. Unwichtiges und Unnützes wird aussortiert und keine Energie mehr gegeben. Dafür erhalten die Nützlichen Dinge mehr Energie und dein Leben wird harmonischer und du fühlst dich mehr im Einklang mit deinem eigenen Wesen. Diese Wissen und dieses Geschenk für sich allein behalten zu wollen, wäre Egoismus. Scheu dich nicht anderen Menschen mitzuteilen, dass du an dir selbst arbeitest und dass du deinen Geist erforschst. Teile offen mit, wenn du Ruhe und Abstand brauchst. Fordere die Zeit für dich ein und nimm dir jeden Tag Zeit für die Innenschau.

Du bist jeden Tag mit deinem Geist konfrontiert und es wäre sinnvoll ihn zu studieren, in einem Selbststudium das Meditation heißt. Widme diesem Teil auch jeden Tag etwas Aufmerksamkeit, genauso wie du dir die Zähne putzt. Der Kopf muss auch geklärt werden, der Gedanken müssen gereinigt werden, das Unterbewusstsein muss geleert werden, damit du klar denken und fühlen kannst.

Angestautes und aufgestautes nimmt zu viel Platz im Innersten ein, wenn es nicht regelmäßig geleert wird. Man läuft förmlich voll und dann läuft alles über. Es muss ja nicht viel sein. Regelmäßig 20-30 Minuten reichen völlig aus. Wenn du nicht alleine meditieren magst, dann biete ich mittlerweile fast täglich Kurse, oder Workshops am Wochenende an. Du kannst auch zu persönlichen Einzeltrainings kommen oder ich komm zu dir. Wir können übers Internet gemeinsam meditieren und du kannst dich jeden Tag durch Facebook, meinen Blog oder sonst was motivieren lassen und dich mit mir austauschen.

Verlier den Kopf nicht in täglichen routinierten Handlungen die dir zwar Geld bringen, dich aber die Gesundheit kosten. Ohne dich, keine Arbeit! Du stehst an erste Stelle. Wenn du nicht funktionierst, funktioniert vieles andere auch nicht. Ohne dein Bewusstsein, bleibt für viele Menschen einiges im Unbewussten. Öffne dein Bewusstsein und lass andere daran teilhaben!

Karsten Spaderna, September 2015Header Buddha Meditationsschule.eu

Die richtige Reaktion

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Die richtige Reaktion

Wir haben festgestellt, dass wenn wir unser Leben, unser Geschäft und unsere Welt in Ordnung bringen wollen, dass wir dann zu aller erst uns selbst in Ordnung bringen müssen. Dafür müssen wir Verhaltensweisen an den Tag legen, mit denen wir uns selbst gut fühlen. Wenn wir uns eine bestimmte Erfahrung wünschen, dann müssen wir alle Umstände so erzeugen, dass sie uns die gewünscht Erfahrung auch selbst so erfahren lässt.

Wenn wir des Öfteren schlecht gelaunt oder negativ sind und andere Menschen oder uns selbst zum Beispiel andauernd in Gedanken oder Worten kritisieren, dann haben wir eine Brille auf, die uns nichts Gutes sehen lässt. Selbst wenn eine Person vielleicht doch ganz nett ist, dann könnten wir das gar nicht so sehen, weil wir einfach die falsche Brille aufhaben, bzw. weil wir im Geist eine Einstellung angelegt haben, die uns am Guten vorbei schauen lässt. Obwohl das Potenzial zum Guten vielleicht da wäre. Denn jeder andere könnte die Situation ganz anders sehen wie wir selbst!

Eine Sache ist also nicht zwangsmäßig gut oder schlecht. Es hängt von der Brille ab, die wir aufgesetzt haben und die uns die Situation so oder so sehen lässt. Es kommt also auf die Sichtweise an, während die Sache an sich neutral ist.

Nun wollen wir aber Brillen aufsetzen, die uns eine gute Welt, ein gutes Geschäft, gute Partner, gute Menschen und gute Umstände sehen lässt. Niemand von uns möchte, dass es uns selbst schlecht geht. Und tief in unserem Herzen wünschen wir das auch keinem anderen. Da wir andauernd in Beziehung zu irgendwelchen Dingen, Personen oder Umständen oder zu unserem eigenen Körper und unserem eigenen Selbst sind, wir also Alles immer nur in Beziehung zu Etwas erleben und wir den anderen oder das Andere nicht verändern können, müssen wir bei uns anfangen. Die Erfahrung haben wir schon oft genug gemacht und wir sollten diese Erfahrung nun zur Weisheit werden lassen. Wir können eine andere Person oder Situation nicht ändern. Wir können aber unsere Sichtweise ändern. Das liegt in unseren Möglichkeiten und daran sollten wir arbeiten.

Das Neue handeln.

Nehmen wir eine Situation in der etwas Unerwartetes passiert. Der Moment also, wo wir bereits kurz vor einer Reaktion stehen. Wo wir nicht mehr ableiten können, ob wir die Sache verursacht haben, sondern wo bereits die Wirkung am Werk ist und wir nun vor etwas Unerwartetem stehen.

Grundsätzlich scheint es wohl sehr wichtig zu sein, sich immer wieder die Zeit zu nehmen um die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Ein aufgewühlter Geist hilft niemanden und lässt einen nur sehr viel Durcheinander erleben. Das regelmäßige Bemühen um einen klaren Kopf, lässt einen zwangsweise irgendwann einen ruhigen Kopf erfahren. Hier beginnen wir also bei uns selbst. Wir wollen eine friedliche Welt erfahren und tun alles dafür, um auch eine friedvolle Welt erleben zu können. Dies ist allerdings die Vorbereitung auf eine friedliche Situation. Wir wollen aber den Moment nehmen, wo wir die Vorbereitung verpasst haben und wir nun konfrontiert werden.

Um keine weitere Konfrontation in der Zukunft zu erleben, ist nun ein Handeln erforderlich, dass keine weitere Unstimmigkeiten erschafft. Es darf also keine blinde Reaktion folgen, in der wir so tun, als wüssten wir nicht, dass unser jetziges handeln eine Auswirkung auf die Zukunft haben wird. Wir wissen sehr genau, dass wenn wir nun mit Wut reagieren, dass dies weiterhin die Wut am Leben erhält und wir weiterhin die Brille der Wut aufhaben werden, was uns zwangsläufig wieder Wut sehen und erleben lässt. Hier ist also kein Denken gefragt, sondern ein intelligentes Handeln, das nicht vom Denken erzeugt werden kann. Denn wir wissen ja bereits, dass unser Denken, wenn es nicht konstruktiv eingesetzt wird, eher alles schwieriger macht. Was ist also zu tun?

Den Moment der Achtsamkeit dieser Tatsache gegenüber das Wut nur weitere Wut erzeugt, bringt bereits ein Bewusstsein hervor, in dem wir Verantwortung übernehmen und wo ein Moment der Klarheit besteht. Wir wissen was jetzt passiert und wir haben die Möglichkeit, nur die Möglichkeit, das heißt nicht, das wir vielleicht jetzt schon nicht mit Wut reagieren, es besteht aber die Möglichkeit, es diesmal vielleicht nicht zu tun.

Das erfordert natürlich Übung und regelmäßige Wachheit. Aber bei jedem mal, wo die Achtsamkeit da ist, wächst die Wahlmöglichkeit und allein das Bemühen um eine heilvolle Handlung wird uns erfahren lassen, wie alle bemüht sind, eine friedvolle Situation herstellen zu wollen. Allein unser Bemühen bewirkt schon, dass wir „Bemühen wollen“ von allen andere erfahren. Warum?

Weil wir bereits festgestellt haben, dass wenn wir mit Wut reagieren, dass wir dann auch Wut erfahren werden und wenn wir mit „bemühen wollen“ reagieren, wir „bemühen wollen“ erfahren werden. Gleiches zieht gleiches an! Und das gilt auf jeder einzelnen Ebene, in jedem kleinem und noch so kleinem Bereich. Jeder noch so kleine Gedanken, jede noch so kleine Handlung wird immer genau das Gleiche hervorbringen. Wir benötigen also Achtsamkeit dieser Tatsache gegenüber. Und Achtsamkeit können wir zum Beispiel in der Meditation und im Alltag üben. Egal ob man meditiert oder arbeitet. Achtsamkeit kann immer da sein. Egal was man gerade tut.

Wir können den eigenen Gedanken gegenüber achtsam sein, den Handlungen gegenüber achtsam sein, den Menschen, den Tieren, der Natur oder in was wir auch in Beziehung sein mögen, wir können immer und überall achtsam sein. Reine Achtsamkeit. Nur Achtsamkeit. Mehr nicht. Nur achtsam! Wenn wir uns die Eigenschaft der Achtsamkeit aneignen, wird das nicht nur uns nutzen, sondern auch allen anderen Menschen, denn es lässt uns eine Welt erfahren, in der ein achtsamer Umgang herrscht. Ursache und Wirkung! Wut=Wut, Bemühen=Bemühen, Achtsamkeit=Achtsamkeit. Es ist eine Wechselwirkung. Das Gesetz der Resonanz.

Nicht wir sind falsch.

Grundsätzlich sind nicht wir als Person falsch, sondern die Reaktion des Geistes, die Gewohnheiten des Geistes bringen immer wieder Dinge hervor, die uns zwangsläufig Dies oder Das erfahren lassen. Das blinde reagieren, die Unwissenheit über den eigenen Geist, der alle Dinge hervorbringt, muss mit Wissen, welches Weisheit ist erkannt werden. Und wir müssen stets bemüht sein, den Geist in ein heilsames Werkzeug zu transformieren. Der Geist ist zu allem fähig. Er kann alles hervorbringen und uns alles erfahren lassen. Es darf aber nicht unkontrolliert reagieren. Mit Achtsamkeit und Konzentration können wir den Geist zu einem heilvollem und äußerst gewinnbringendem Werkzeug einsetzen, dass nicht nur uns hilft, sondern jedem anderen Wesen auch. Ein Geist der nicht nur auf sein eigenes Wohl ausgerichtet ist, kann ein nützliches Werkzeug für die eigene Persönlichkeit und für das Wohl anderer werden.

Unsere Gedanken lassen uns eine Sache als gut oder schlecht erfahren. Wenn wir eine Sache als gut oder schlecht erfahren, dann haben wir eine gute oder schlechte Wahrnehmung dazu und in dieser Wahrnehmung sind gut oder schlechte Gefühle enthalten. Selbst ein schlechter Tag kann sich für uns hervorragend anfühlen, wenn wir positive Gedanken haben. Die Gedanken bestimmen also unsere Wahrnehmung. Erst ist der Gedanke da und dazu entsteht dann ein Gefühl. Wir müssen demnach unsere Gedanken beobachten und zugleich eine Haltung etablieren, die uns etwas Positives erfahren lässt. Dies können wir anhand dessen, was wir bereits erläutert haben bewirken.

Wir wissen nun, dass jede unheilsame Handlung uns etwas unheilsames erleben lässt. Nicht weil wir schuld sind oder gar dumm sind, sondern weil ein unheilsamer Geist, unheilsames hervorbringt und uns das zwangsläufig erfahren lässt. Ein heilsamer Geist bringt heilsames hervor und lässt uns heilsames erfahren. Der Geist ist also ein Werkzeug das wir nutzen können. Wie nutzt du deinen Geist? Was bringt er hervor? Bist du zufrieden damit oder möchtest du es ausbauen?

Zurück zu unserer Situation in der wir etwas Unerwartetes erleben. Achtsamkeit und das Wissen über das Gesetz von Ursache und Wirkung sind nun also als Weisheit in uns vorhanden. Wir wissen (Weisheit) das wenn wir nun mit Mitgefühl und Aufmerksamkeit dem anderen gegenüber reagieren (Achtsamkeit), dass wir dann in Zukunft ebenfalls Mitgefühl und Aufmerksamkeit erhalten werden (Das Gesetz von Ursache und Wirkung). Vielleicht nicht gleich in der direkten Situation. Zumindest aber wird es die gesamte Situation transformieren, denn wir reagieren mit einem völlig neuen Verhalten und das ist sozusagen nicht vorgesehen. Es mag noch alte Reaktionen geben, aber mit einer humorvollen und entschlossenen Neugier können wir nun zuschauen, was wohl passieren wird.

Wir verlassen die alte Konditionierung und machen etwas ganz neues. Wir setzen die uns innen wohnende Intelligenz ein, die aus Weisheit und Achtsamkeit besteht und reagieren völlig anders als sonst. Das wird Veränderungen hervor rufen. Positive Veränderungen, weil wir positives bemühen an den Tag legen. Ein Umdenken wird zwangsläufig die Dinge ändern müssen. Alles hat das Potenzial zu allem! Nichts muss zwangsläufig so bleiben wie es ist. Alles ist in Bewegung, andauernd. Nur unser Geist, der die Fähigkeit zum festhalten besitzt, lässt uns glauben, dass wir etwas besitzen. Dabei besitzen wir nur einen Geist, der glaubt zu besitzen. In Wirklichkeit ist alles in Bewegung. Alles ist dem entstehen und vergehen unterworfen. Auch der Geist. Es muss nicht beständig festgefahren sein. Ein festgefahrener Geist, kann nichts Neues hervorbringen und wir übern nun, etwas mehr Bewegung in den Geist zu bringen. Meditation könnte demnach ein Fitnessprogramm für den Geist sein. Wieder beweglicher werden, nicht so engstirning und festgefahren. Offen sein für neue Möglichkeit, neues tun, neues machen. Es ausprobieren.

Wann wird ein neues Handeln Ergebnisse bringen?

Das kommt darauf an, wie lange du schon nach dem alten Prinzip handelst. Das alte Prinzip war aus Unwissenheit heraus zu reagieren. Und immer wieder nur zu reagieren. Ein reagieren, dass bisher nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat. Nicht zu wissen, dass jeder Gedanke, jede Tat, jede Handlung dich entsprechend gleiches erfahren lässt, war Unwissenheit über die Funktion des Geistes. Nicht nur dein oder mein Geist, sondern über den Geist der uns allen innewohnt. Nun weißt du darum und kannst bewusst Gutes tun. Auch wenn es nur ein Glaubenssatz sein mag, es ist ein guter Glaubenssatz, weil dein handeln nicht nur für dich gut sein wird, sondern für andere auch. Man wird sozusagen ein guter Mensch der bewusst und achtsam ist.

Wie bereits erwähnt bedarf es etwas Übung bis man seinen Geist objektiv betrachten kann und die verschiedenen Denkmuster erkennt. Bis dahin wird es weiterhin ein reagieren geben, dessen Wirkung wir uns noch nicht ganz bewusst sind. Aber es wird wirken und bis dato wirken vielleicht noch Reaktionen die wir in der Vergangenheit unbewusst verursacht haben. Damit werden wir leben müssen, bis sie zum Tragen gekommen sind und bis deren Energie verbraucht ist. Wichtig ist, dass wir von nun an verantwortungsvoller und bemühter sind Samen zu säen, die uns das gewünschte Ergebnis bringen. Eben nicht das, was wir nicht wollen, sondern das was wir wirklich möchten. Und um dies zu erhalten, sollten wir bemüht sein, es jedem anderen ebenfalls zur Verfügung zu stellen.

Natürlich werden wir die akute Situation nicht einfach durch gute Gedanken beiseiteschieben können und plötzlich Gutes erwarten können. Dein Gegenüber wird vielleicht immer noch so reagieren, wie du es nicht magst, aber zumindest bist du dir deiner „kommenden“ Reaktion bewusst und vielleicht schaffst du es immer ein kleines Stückchen mehr, anders zu handeln. Nämlich so zu agieren, dass du das von dir angestrebte Ziel, also das was du eigentlich tatsächlich erleben möchtest, selbst ausdrückst und erschaffst. Wenn du in einem Streit nicht wirklich streiten möchtest, sondern Anerkennung haben möchtest, dann ist es völlig irrsinnig mit Streit zu reagieren. Wenn du allerdings inne hältst und dich fragst, was will ich jetzt in diesem Moment wirklich? Dann ist die Antwort Anerkennung und die bekommst du, indem du den Streit abbrichst und offen darlegst, was du wirklich möchtest. Jetzt kann ein Abgleich zwischen dir und deinem Mitstreiter stattfinden und dein Mitstreiter wird reagieren müssen. Es ist seine Entscheidung ob er weiter streiten möchte oder nicht. Du weißt nun was du willst und kannst entscheiden wie du weiter mit der Situation umgehen willst. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und das wird eine Veränderung hervorrufen. Du antwortest mit Ehrlichkeit und wirst Ehrlichkeit erhalten.

Du möchtest dass andere dir mehr Aufmerksamkeit schenken, dann lege die entsprechende Prägung dafür an, wie es wohl sein wird Aufmerksamkeit zu erhalten. Dafür musst du anderen Aufmerksamkeit schenken. Vergiss nicht: Bist du nett, werden andere nett sein. Bist du aufmerksam anderen gegenüber, werden andere dir mehr Aufmerksamkeit schenken. Hörst du auf zu streiten, wird der Streit verschwinden. Wirst du ehrlich, wird du Ehrlichkeit bekommen. Auch wenn einem das manchmal nicht gefällt. Aber zumindest weiß dann jeder wo er dran ist.

Die Funktion des Geistes.

Noch einmal ganz deutlich. Es hat nichts mit unserer Persönlichkeit zu tun, sondern mit unseren Prägungen in unserem Geist, die uns zwangsläufig etwas erfahren lassen müssen, weil wir es eben so sehen. Wenn wir etwas anderes sehen wollen, müssen wir die Sichtweise ändern. Wir müssen selbst sehen, wie es ist anderen gegenüber aufmerksam zu sein, damit wir erfahren können wie es ist wenn jemand aufmerksam ist. Wir sind ja selbst dabei, wenn wir anderen gegenüber aufmerksam sind. Wir erleben es ja bereits! Dabei spielt es gar keine Rolle mehr, ob wir zu jemand andere aufmerksam sind oder ob wir nur einfach aufmerksam sind. Wir erleben Aufmerksamkeit, fertig. Und das ist doch nichts Schlechtes. Warum es also nicht üben, immer wieder. Üben. Bis es normal geworden ist und wir die Welt einfach so erleben. Dann haben wir den Geist transformiert, ohne einen Anspruch auf das Gutwollen eines anderen zu haben. Wir haben bei uns begonnen und nie mehr werden wir über die Unzulänglichkeiten eines anderen nachdenken müssen.

Einige Korrelationen

Du möchtest, dass andere zuverlässiger sind?

Dann musst du Zuverlässigkeit erleben, indem du sie selbst lebst, also selbst zuverlässig bist.

Du möchtest, dass andere dir mehr Zuneigung geben?

Dann musst du wissen wie es ist Zuneigung zu erleben, indem du anderen Zuneigungen gibst.

Natürlich in einem für die passenden Maß. Du gibst, was in deinen Möglichkeiten liegt.

Du möchtest, dass andere dir mehr zuhören?

Dann achte peinlichst genau darauf, dass du anderen zuhörst und weniger von dir selbst redest, eingenommen bist oder in Szene setzt. Hilf mit dem, was du sagen möchtest anderen.

Du möchtest, dass es weniger Wut in deiner Umgebung gibt?

Dann sei nicht selbst, zu dir und zu anderen, wütend. Praktiziere Geduld und gib selbst Gefühle von Wut und des inneren Zorns auf andere auf. Achte darauf, dass du einen Lebenswandel führst, der ethisch absolut korrekt ist. Freu dich über das Glück anderer und übe Mitgefühl, wenn andere leiden. Würdige gute Arbeit.

Du möchtest, dass andere nicht so rücksichtslos mit dir oder deinem Eigentum umgehen?

Dann entwickle ein Feingefühl dafür, was anderen gut tut und weiterhilft. Ein respektvoller Umgang mit dem Partner, den Mitarbeitern, den Kollegen ist hier äußerst hilfreich.

Du möchtest, dass andere deine Anweisungen oder Vorschläge respektieren?

Dann sprich nicht über Dinge die du nicht realisieren kannst. Vermeide unnötige Tätigkeiten. Sprech inspirierend und positiv mit anderen. Erlange Klarheit über deine Ziele im Umgang mit Partnern, Mitarbeitern, Kunden und Freunden. Rede nicht einfach des Mitredens Wollens.

 

Du möchtest mehr Freude haben an dem, was du tust?

Dann hab Freude an dem, worüber andere sich freuen, auch wenn du es selbst nicht hast. Setze Prioritäten in deinem denken, handeln und tun. Schätze wirtschaftliche Güter und Möglichkeiten. Respektiere deine Konkurrenz. Sei dankbar und neidlos.

Du möchtest an einem Ort leben, an dem die Menschen glücklich sind?

Dann bemühe dich um Beständigkeit in der Arbeit mit diesen Tugenden und dem Prinzip von Ursache und Wirkung. Sei dir bewusst, dass alle Dinge das Potenzial enthalten, alles zu sein! Mit deinem Blickwinkel machst du sie zu dem was sie für dich sind. Sie haben aber das Potenzial auch alles andere zu sein!

 

Der Plan

Es ist einfach diese Dinge zu lesen und im Grund wissen wir bereits darum. Aber handeln wir auch wirklich danach? Haben wir es wirklich verstanden und in den Alltag eingebaut? Um es wirklich zu überprüfen und selbst im Alltag zu testen, empfehle ich dir für den Anfang eine kleine Übung:

Erstelle dir eine Übersicht mit den Dingen, die du andauernd erlebst, aber nicht erleben möchtest.

Schreibe dazu, was du stattdessen erleben möchtest. Dann überlebe was du tun könntest, um das zu erleben, was du selbst gern erfahren möchtest.

Noch einmal: Du bist ja selbst dabei, wenn du nett zu anderen bist. Du bekommst als bewusster Beobachter ja mit, wie du selbst nett bist. Du siehst dich ja selbst. Dieses sehen, wie du nett zu anderen bist, hinterlässt eine Prägung, eine Erinnerung in deinem Geist, die dich irgendwann erfahren lässt, wie jemand anderer nett zu dir ist.

Ein umgekehrtes Beispiel: Du bist unfreundlich zu jemandem. Du weißt, dass du unfreundlich bist, weil, du bist ja selbst dabei. Du erlebst es ja mit, wie du unfreundlich zu jemand anderem bist. Das hinterlässt eine Spur in deinem Bewusstsein. Die Spur unfreundlich gewesen zu sein, speichert sich als Erinnerung in deinem Bewusstsein ab und sicker nach unten in den eher unbewussten Bereich. Es sei denn, dir ist bereits bewusst was da gerade passieren wird. Aber falls nicht, wirst du früher oder später zwangsläufig, wenn dieses Erlebnis in deinem Geist seinen Höhepunkt erreicht hat, erleben müssen, wie es ist jemand anderen als unfreundlich zu erleben.

Du warst unfreundlich zu jemandem, hast gemeckert und geschimpft und du hast es selbst miterlebt, du warst dabei. Du hast es getan und du konntest dich dabei beobachten wie du es getan hast. Das Erlebnis wird als Samen, als Erfahrung ins Unterbewusstsein sickern. Und dort wird es irgendwann wieder aufsteigen, denn keine Handlung geht verloren. Im passenden Moment, wenn aus dem Samen ein Baum geworden ist, wirst du erleben, wie es ist, wenn jemand mit dir meckert und schimpft. Keine Handlung geht verloren! Du musst zwangsweise die Erfahrung machen, weil der Samen einmal gelegt wurde. Du hast ihn selbst gelegt und er ist im Unterbewusstsein auf fruchtbaren Boden gestoßen. Welche Samen willst du also künftig mit diesem Wissen säen? Welche Erfahrungen, bei denen du dich selbst beobachtest, willst du nun auf den Boden des unteren Bewusstseins, das sehr fruchtbar ist, sickern lassen?

Wie kannst du das erhalten, was du selbst erleben oder erfahren möchtest? Schreibe dir dazu ein paar Handlungen und Eigenschaften auf, die du praktizieren und üben möchtest. Schreibe dir auf, welche Samen du von nun an säen möchtest.

Ein Beispiel:

Ich habe andauernd negative Gedanken. Ich sitze in meinem Büro und plötzlich kommen mir einfach negative Gedanken über ein bestimmte Person oder eine bestimmte Situation. Oder ich gehe spazieren und denke die ganze Zeit negative über meine eigene Zukunft. Das stört mich, ich will das nicht erleben, weil ich mich dann dazu auch noch schlecht fühle.

Was will ich stattdessen? Ich möchte mich gut fühlen. Ich möchte alles wieder etwas klarer sehen, nicht immer so negativ. Was will ich wirklich? Ich möchte wieder Gutes sehen können und erfreuliche Gefühle haben.

Wie kann ich erhalten, was ich mir wünsche? Welche Handlungen kann ich praktizieren? Ich muss jemanden finden, der ebenfalls negative Gedanken hat. Ich muss mit ihm spazieren gehen und ihn auf schöne Dinge aufmerksam machen. Ich muss die Negativität anschauen und beobachten, wie es ist, so negativ zu sein. Ich könnte dem anderen dieses Prinzip erklären und dabei helfen, positiv Gedanken zu entwickeln. Wem könnte ich noch helfen positiv zu denken, schönes zu sehen? Was gab es denn heute für mich positives zu erleben? Habe ich heute schon jemanden was nettes gesagt, was nettes geschickt oder für jemanden etwas erledigt, worüber die Person sich gefreut hat? Hmm, eigentlich noch nicht, aber ich werde Ausschau danach halten, wo ich was Gutes tun kann. Der Gefällt mir Button von Facebook ist eigentlich ne gute Sache…. Das ist gut, dass ich gerade dabei bin positives zu entwickeln, das ist ein erster Schritt. Es ist gut mich dabei zu beobachten, denn ich weiß, dass es eine Auswirkung haben wird. Wann die kommt? Das spielt keine Rolle. Der Weg ist das Ziel.

Wie wird diese Person sich wohl fühlen? Und was wird in Zukunft geschehen, wenn sie so weitermacht?

Arbeite daran, jeden Tag, immer wieder. Sei dir für immer bewusst, welche Wirkung dein handeln, dein tun und dein denken hervorbringen wird. Lies es nicht nur und dann legst du es in die Schublade. Meditiere darüber, denk nach. Konstruktiv nachdenken, ob das gesagte für dich etwas positive haben könnte oder nicht. Probier es eine Zeitlang aus und entscheide dann. Das ist wahre Achtsamkeit. Das ist rechtes Handeln im Einklang mit dem Herzen.

Viel Erfolg!

Wenn du mehr über diese Prinzipen wissen möchtest, dann empfehle ich dir die Original Bücher von Geshe Michael Roach „Der Diamantschneider“ und „Karmic Management“.

Karsten Spaderna

www.meditationsschule.eu

Wie Meditation wirkt.

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Wie Meditation wirkt.

Von Karsten Spaderna

Immer, wenn im Leben etwas Unerwünschtes eintrifft, reagiert man mit Anspannung und Stress darauf. Immer, wenn das gewollte nicht eintrifft, fühlt man sich elend und schwach. Man reagiert mit Wut, Zorn, Hass und Feindseligkeit. Dies bekommt dann auch die Umgebung zu spüren. Man ist niedergeschmettert, schlecht gelaunt und Streitlustig. Selbstzweifel kommt auf und man versucht wiederum das Unerwünschte zu vermeiden, indem man sich bemüht die Dinge wieder unter Kontrolle zu bringen. Ein nicht endender Kreislauf aus Angst, Kontrolle, Hoffnung, Angst, Kontrolle.

Auf eine gesunde Art und Weise zu leben besteht nicht nur aus körperlicher Aktivität, sondern auch aus geistig mentaler Kraft- der Meditation. Mit der Meditation erlernt man eine Methode, mit der der Meditierende die Wahrheit über sich selbst erfahren kann. Eine Methode mit der er zu Selbsterkenntnis erlangen kann. Er erfährt anhand seiner eigenen Erkenntnis wie der Geist funktioniert, wie Gedanken, Gefühle und Emotionen entstehen und wie er sie auf leichte und unbeschwerte Art betrachten kann.

Um die Wahrheit über sich selbst erfahren zu können, hat die Natur uns mit Bewusstsein ausgestattet. Bewusstsein ist das naheliebendste Werkzeug das genutzt werden kann, um Erkenntnis über die eigenen inneren Prozesse zu erlangen. Mit dem Wissen über die eigenen inneren Prozesse, wie Verhaltensstruktur, halb- und unbewussten Glaubenssätze und Gedankengänge, die eigenen natürlichen Grenzen, die emotionale Kapazität, die eigenen Kraftreserven etc. kann der Meditierende lernen, gelassen und entspannt damit umzugehen. Er kann auch lernen diese Eigenschaft bewusst zu nutzen oder auszubauen, aber immer mit dem Wissen, dass auch dies wieder zu etwas gewünschtem führt, dass vielleicht nicht eintrifft. Seine Zielausrichtung ist daher eher auf den Augenblick fokussiert, anstatt auf ein letztendliches Ziel. Mit Bewusstsein im Augenblick verankert zu sein, gibt dem Meditierenden den nötigen Halt, um auch in stürmischen Zeiten ruhig und gelassen zu bleiben. Der Augenblick, das Hier und Jetzt, ist sein Zuhause.

Um mit seinem eigenen Bewusstsein arbeiten zu können, benötigt man Zeit und Ruhe. Nur wenn der Geist nicht von klingelnden Handys, flackernden Monitoren, störenden Gerüchen, unnötigem Gerede und allen sonstigen ablenkenden Einflüssen gestört wird, hat man die Möglichkeit sich zu sammeln und zu fokussieren. Erst dann ist es möglich, die eigene Aufmerksamkeit bewusst in ausgewählte Bereiche zu lenken. Nur wenn der Geist wirklich still ist, kann man die tatsächliche Realität dessen, was ist, erfassen. Mit einem ruhigen Geist, kann man jede Situation auf sich wirken lassen. Aus dieser stillen Betrachtung heraus können dann Handlungen entstehen, die spontan, intuitiv und aus dem reinen eigenen Selbst heraus kommen. Hierfür kann man dann leicht die Verantwortung übernehmen, weil sie nicht von äußeren Einflüssen bestimmt waren.

Die Handlungen des Meditierenden sind selbstsicher und verantwortungsbewusst.

Wenn dir die Meditation fremd ist oder du dich unsicher fühlst, wenn du alleine meditierst, dann such dir eine Gruppe oder einen erfahrenden Meditationslehrer in deiner Umgebung. Es gibt immer und überall Möglichkeiten eine Gruppe oder einen Kurs zu finden. Die Meditation ist sehr erleichternd. Sie lehrt dich mit scheinbar großen Problemen mühelos umzugehen. Sie stärkt dein Selbstbewusstsein und fördert deine Kreativität.Sie kann dir neue Lebensziele und fantastische Erkenntnisse schenken. Probier es einfach mal aus!

Viel Freude und viele glückliche Umstände!

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Karsten Spaderna, kontakt@meditationstrainer.net

www.meditationstrainer.net & www.meditierenlernen.de

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