Veränderungen

Das Ziel der Meditation liegt nicht darin, dich zu verbessern oder dich zu noch mehr Leistung zu animieren. Wenn du dir von der Meditation versprichst, besser zu werden um noch mehr leisten zu können, dann wir das sitzen für dich zur Qual. Du hast wahrscheinlich schon genug um die Ohren und wenn es jetzt darum gehen sollte, dass auch noch zu machen- Na dann gute Nacht! Dann legst du dich vielleicht besser hin und ruhst dich ein wenig aus.

Die Meditation erweitern dein Bewusstsein, macht dir unbewusste Gedankengänge, Verhaltensweisen deutlich und zeigt dir am Ende auf, dass von all dem was du glaubst, denkst und fühlst, nichts du bist. Das klingt dir noch zu esoterisch?

Wenn du dich darüber definierst was du leistest oder wie du auftrittst, dann steckst du tief im kollektiven Bewusstsein dieser Welt mit Menschen die sich über ihre Leistung definieren. Sie wollen noch besser werden, dies oder das noch können , wählen aus zwischen „Bringt mir was oder bringt mir nichts“ und geraten somit Schritt für Schritt immer mehr in den Zugzwang dieser rasanten Gesellschaft. Sie wollen sich anpassen, mithalten oder sogar dagegen schwimmen, anders sein. Es ist alles das gleiche.

Doch zum Glück gibt es etwas, was die Menschheit gefunden hat, dass von alle dem völlig unbeeindruckt ist. Die innere Stille in dir! Jeder von uns kennt Momente der Stille. Sie kommen manchmal ganz unverhofft, manchmal auch durch viel Bemühung und Anstrengung, aber jeder hat und wird diese Erfahrung auf jeden Fall machen. Spätestens wenn gar nichts mehr geht und du dich auf das Ziel hin, Vollkommenheit erreichen zu wollen, kaputt geackert hast. Hier noch ein bisschen an der Persönlichkeit verändern, das noch dazulernen, hier noch was Fett weg, dieses Auto noch, diesem Ernährungstrend noch folgen, Gott helfen, dienen usw.

Je mehr du versuchst besser zu werden, umso bewusster sollte dir doch eigentlich werden, das du nicht zufrieden bist, mit dem, was ist, oder? Warum geschieht das nicht? Warum wird dir das nicht direkt klar? Du tust etwas, um etwas zu erreichen. Dein Handeln hat immer einen Grund. Das wenigste von dem was du machst, ist frei von irgendwelchen Wünschen oder Erwartungen. Die meisten von uns handeln für ihr persönliches Wachstum. Und dann sehen wir plötzlich im Fernsehen, wie eine Gruppe von Menschen einem einzigen Mann hilft, der unter der Erde eingeklemmt ist. Das finden dann alle ganz prima. Das ist Hingabe! Unund nur einen Moment später fragt man sich, wer das wohl alles bezahlt. Und wenn man sich nicht selbst fragt, stellt die Gesellschaft die Frage. Und schon bekommt man wieder seine alte Angst zurück, dass einem so etwas wohl besser nicht passieren dürfe. Also weiter arbeiten, absichern, versichern.

Hey, wir alle bezahlen das! Das ist deine Welt auf der du lebst. Sie ist die einzige die du im Moment hast. Alles was du tust, tust du auch für andere. Ohne dich gibst es diese Welt gar nicht. Wenn du nicht da bist, wo ist dann die Welt? Wenn du nicht hier bei mir bist, wo bin ich dann? Wo ist jetzt im Moment der Schreiber dieses Textes? Ich meine das nicht im materiellen Sinne, sondern auf der Bewusstseinsebene. Wo in deinem Bewusstsein bin ich gerade?

Wahrscheinlich hast du eine Vorstellung davon, einen Gedanken darüber, eine Vermutung oder du schätzt. Aber all diese Vermutungen und Vorstellung sind ebenfalls Teil deiner Realität. Du erzeugst sie doch gerade selbst. Wenn du aufhörst darüber nachzudenken, verschwinden diese Vermutungen und Gedanken. Du änderst die Richtung deiner Aufmerksamkeit und wirst dir anderer Dinge bewusst. Vielleicht wieder der Geräusche im Hintergrund, des Lichts oder so.

Dies ist keine Zauberei, Esoterik oder so. In der Meditation wirst du dir solcher Bewegungen immer bewusste sein. Sie finden die ganze Zeit statt. Und wenn dir gerade dies bewusst wird, wird dir einen Moment später etwas anderes bewusst, und dann wieder was anderes, und dann wieder was anderes, und dann wieder was anderes. Andauernd Bewusstsein, andauernde Veränderung. Immer und immer wieder. Mal dies Mal das.

Und du? Du bist still, sitzt seelenruhig da und betrachtest diese fließende Bewegung. Egal was du tust, mit dir verändert sich deine Wahrnehmung, deine Gefühle, der Gegenstand den du beobachtest. Immer wieder, immer neu, niemals endend.

Das ist Meditation! Nicht das was du willst, glaubst oder denkst. Das ist etwas anderes.

Infoabend „Meditation“ am 19.August 2014 im Samadhi, Neuss

https://meditationstrainer.wordpress.com/

 

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