Kann es sein, dass wir in dem Glauben sind, dass immer alles Gut sein muss?

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Kann es sein, dass wir in dem Glauben sind, dass man immer nur erfolgreich sein muss? Das alles immer gut sein muss? Dass es eine Welt geben wird, in der ewiger Frieden herrscht? Sind wir nicht dabei, das ewige Licht, das ewige Glück, die ewig gute Beziehung, den ewigen Erfolg, die ewig gesunde Umwelt und den ewig gesunden Körper zu suchen. Wollen wir nicht alle in einer Welt leben, die einfach nur gut ist?

Wie sehr bemühen wir uns nach dem Guten zu streben, nach Liebe und Glück? Und wie anstrengend ist es, dass immer wieder zu tun? Wie sehr versuchen wir das Pendel in eine Richtung zu bewegen und wie doll kämpfen wir dagegen an, das „Schlechte“ zu vermeiden?

Es scheint ein natürlicher Instinkt des Menschen zu sein, nach dem ewigen Glück zu suchen. Viele Heilige haben jahrelang meditiert und sich in die Einsamkeit zurück gezogen. Sie haben sich jeder Begegnung entzogen und sich einen Raum geschaffen, in dem ihr Glück unantastbar wurde.

Aber war das nicht nur ein Rückzug in eine abgeschottete isoliert eigene Welt ohne Konfrontation? Wollte nicht bereits Hitler alles Unheil vernichten und sich eine Welt zu schaffen, die nur von Gutem regiert wird. Wurden nicht tausende von Menschen getötet, die nicht in das Bild des ewigen Glücks passten? Versuchen wir nicht heute noch, für immer erfolgreich zu sein, für immer gesund zu sein? Bekämpfen wir dafür nicht jede Krankheit, jeden Misserfolg, mit allem was uns zur Verfügung steht?

Verlassen wir nicht immer wieder Beziehungen die uns nicht gut tun? Kündigen immer wieder unseren Arbeitsplatz, weil es noch immer nicht die richtige Arbeit ist, die uns glücklich macht? Sind wir wirklich besser als unsere Vorfahren? Oder wirkt sich der Kampf nur anders aus? Wie sehr kämpfen wir jeden Tag für etwas, dass wir uns vorstellen? Wie sehr wollen wir alles Unheil, jeden Misserfolg, jede Krankheit aus dieser Welt schaffen und uns ein Paradies schaffen, dass unantastbar bleibt? Wollen wir nicht die Kontrolle über das Glück behalten und können nur schwer akzeptieren, dass es auch eine andere Seite gibt? Bekämpfen wir nicht mit äußerster Härte, das Schlecht und Böse?

Es ist doch verrückt wie sehr wir uns immer wieder bemühen. Nicht nur jeder für sich, sondern auch in der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Fast immer scheint das Ziel eine heile Welt zu sein. Wir tuen das seit Jahrhunderten und glauben nun einen Punkt in Aussicht zu haben, wo wir es geschafft haben. Wo wir das Böse besiegt haben und die Helden sind, die sich endlich mal ausruhen können. Jeder wartet auf diesen Punkt und möchte sich endlich ausruhen.

Aber wo ist diese Welt? Kann es möglich sein, dass um uns herum immer alles in Frieden ist? Wer will das wirklich und wer hat die Kraft diese Welt und diesen Frieden aufrecht zu erhalten. Es sind unendlich viele Bemühungen auf jeden einzelnen Kontinent, in jedem Land, in jeder Stadt und in jedem Dorf nötig, damit dies aufrecht erhalten werden kann. Alles müsste kontrolliert werden, immer mehr und immer wieder. Schlimmer noch, es müsste einen geben, der bestimmt was richtig, gut, schlecht und falsch ist.

Es ist kein Wunder, dass die meisten Menschen erschöpft sind Burn- Out haben oder einfach krank werden.

Die heile Welt kann nicht äußerlich sein. Sie kann zu erst einmal nur jedem Selbst sein. Nur du kannst eine Welt schaffen,  in der Schwarz und Weiß zusammen gehören. Eine Welt wo Erfolg und Misserfolg zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Wo Frieden und Krieg einfach zwei Polaritäten sind. Wo kann es Frieden geben, wenn nicht in einem Land wo es Krieg gibt. Ohne den Gedanken an Krieg, gibt es keinen Frieden. Ohne den Gedanken an eine friedvolle und glückliche Beziehung, gibt es keinen Kampf um darum. Die Beziehung ist dann wie sie ist. Wenn wir immer weiter nach dem Glück suchen, werden wir immer mehr unser Unglücklich sein bekämpfen müssen. Und je mehr man den Baum beschneidet umso mehr wächst er! Wenn du nach deinem Unglück in der Vergangenheit suchst, wirst du natürlicherweise immer mehr finden. Am Ende wirst du finden, dass dein ganzes Leben ein reinstes Unglücklich sein ist. Warum? Weil du nach dem Glück suchst und es vor lauter suchen gar nicht mehr siehst.

Was kann man also tun? Erkenne, dass beide Seiten schon immer dazugehörten und dass es auch immer so bleiben wird. Ohne die Sonne kann es keinen Schatten geben. Ohne die Abwesenheit von Licht, kann man nicht sagen, dass es dunkel ist. Ohne Misserfolg kann niemand behaupten dass er Erfolgreich ist. Das eine gehört zum anderen einfach dazu. Wir könnten gar nicht mehr von einer guten oder schlechten Beziehung sprechen, weil eine Beziehung einfach ist, wie sie ist. Beides gehört zu einer Beziehung dazu. Eine Beziehung kann nur stattfinden, wenn ich mich in Beziehung zu etwas fühle. Meist vergleichen wir dann diese Gefühle. Alleine fühle ich mich so und in Gegenwart des anderen fühle ich mich so. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, der überhaupt nicht bewertet werden muss. Es ist viel sinnvoller, diese Veränderung zu erkennen, anstatt sie zu verurteilen. Das zeigt einem doch einfach nur auf, wie vielfältig die eigene Wahrnehmung ist. Das ist der reinste Wohlstand an Gefühlen und Wahrnehmungen. Der Kampf und das Festhalten an einer Sache, das macht es so schwer. Warum? Weil wir gegen die Natur arbeiten und lieber immer nur das Gute möchten.

Aber das Gute steckt in einem Selbst. Es steckt in dem, der sich beider Dinge bewusst ist und einfach ruhig im Hintergrund bleibt, ohne eine Richtung zu bevorzugen. Das Glück ist bereist da, aber wir sind so Konditioniert wurden, dass wir alles Böse bekämpfen müssen.

Eine Krankheit besiegt man nicht weil man sie bekämpft. Eine Krankheit besiegt man, weil man sie akzeptiert. Wo kein Widerstand ist, gibt es nicht zu kämpfen. Wer will den noch gegen wen kämpfen, wenn gar keiner da ist, der sich damit beschäftigt?  Die Beziehung wird einseitig und es gibt keinen Gegenpart, gegen den ich kämpfen müsste. Das bedeutet, wenn ich meine innere Einstellung ändere und einfach den Kampf aufgebe, dann kann sich ein Problem von ganz alleine lösen. Natürlich muss ich die Kontrolle loslassen. Aber vielleicht hat genau diese Kontrolle, dass verirren in eine geglaubt richtige und einzige Richtung, das Problem verursacht. Vielleicht löst sich das Problem aber auch nicht, aber zumindest kämpfe ich innerlich nicht mehr.

Allein dadurch habe ich eine große Last verloren. Ich habe losgelassen und bin in einem tiefen inneren Frieden Ich kann die Dinge so lassen wie sie sind. Ich laufe nichts und niemanden mehr hinterher und bemühe mich nicht wie wahnsinnig. Ich bin dann einfach wie ich bin. Natürlich erledigt man noch Sachen und erfüllt Aufgaben. Aber das alles ohne mit sich zu kämpfen. Ich muss das Schlecht nicht mehr besiegen und mich auch nicht mehr um eine friedvolle Welt bemühen, weil die Welt in mir in Frieden ist. Der Frieden ist in mir. Man hat Frieden mit sich selbst. Wer sollte dagegen etwas tun?

Wenn ich erst einmal in Frieden mit mir selbst bin, wie kann die Welt um mich herum dann noch kämpferisch sein? Sie kann es nicht. Im Gegenteil, man kann immer mehr erkennen, wie die Welt da draußen am kämpfen ist. Ich betrachte es mit meiner tiefen Gelassenheit, weil ich akzeptiere was ist und ich betrachte es von einer entspannten Position aus. Alles um mich herum bewegt sich. Manche versuchen wie wild etwas hinterher zu rennen. Der andere kämpft um eine Position, in der er sich selbst schon lange nicht mehr wohl fühlt. Ein andere fühlt sich nur gut, wenn er viel besitzt. Jeder glaubt an dies oder das. Aber ich bin ganz entspannt, nehme was kommt und erledige, was zu tun ist. Kein Hintergedanke, einfach so- in Ruhe und Gelassenheit.

Diese innere Ruhe wirkt sich auf dein Gegenüber aus. Er kann nicht leugnen, dass sich in dir etwas verändert hat. Er spürt diesen Frieden. Er wird ihn suchen und er wird ihn ebenfalls in sich finden.

Kann es also sein, dass wir in dem Glauben sind, dass man immer nur Erfolgreich sein muss? Ja, wir sind in dem Glauben und das führt zu einem Kampf, in nur eine Richtung. Immer weiter nach vorne. Immer mehr von allem und das mit immer stärkeren Mitteln. Noch disziplinierter, noch intensiver. Was hast du nicht schon alles getan? Und was wirst du noch alles tun??? Wie weit willst du gehen?

Lass einfach los und akzeptieren die Situation so wie sie ist. Du bist doch schon längst da. Dein innerer Friede ist das wichtigste überhaupt. Wenn du nicht in Frieden mit dir Selbst bist, wer denn dann? Lass die anderen beiseite und bleib bei dir. Geh in die Stille, widme dich deiner Meditation und erkenne, dass aller Irrsinn nur in deinen Gedanken stattfindet.

Heute macht man so viel Aufregung um dies und morgen um das. Hast du dich jemals um deinen Atem kümmern müssen? Musstest du jemals nachts aufwachen und dich daran erinnern zu atmen? Hast du im tiefen Schlaf jemals über ein Problem nachgedacht? Ist das Problem nicht zur gleichen Zeit mit dem Erwachen deines Geistes entstanden. Wo war es vorher? Warum ist es jetzt, wo du wach bist da und wo wird es heute Abend in deinem tiefen Schlaf wieder sein?

Erkennst du, wie die Dinge kommen und gehen. Andauernd ist irgendwas in Bewegung. Es passiert von ganz allein. Es ist nicht mal dein verursachen. Es geschieht einfach. Genau wie das Atmen. Es geschieht dir und du kannst es beobachten. Genauso ist es mit den Gedanken. Beobachte sie doch zunächst einmal, ohne dich darum zu bemühen. Oder ohne auf sie zu reagieren. Sie sind sowieso immer die gleichen. Beobachte einmal die Hauptthemen deiner Gedanken. Mache eine List mit Oberbegriffen. Du wirst sehen, dass es immer das gleiche ist. Schon seit Jahren!!

Und du hast dich immer wieder damit beschäftigt. Immer wieder von neuem.

Vergiss sie einfach. Werde wach und halte zugleich innerlich den Zustand des Schlafes. Das ist Meditation. Du bist hellwach, aber innerlich ruhig und gelassen. Du schläfst nicht, und dennoch könnte man glauben du bewegst dich nicht. Du bist wacher wie alle anderen, aber du tust nichts. Du wirst reagieren, du wirst handeln, aber nur dann, wenn es erforderlich ist. Wenn es überhaupt mal erforderlich sein wird.

Meditation hat nichts mit faul sein oder zurück gezogen leben zu tun. Meditation ist wach und präsent sein. Jederzeit bereit in Aktion zu treten. Ein Meditierender beschäftigt sich nicht mit unnötigen Gedanken. Er hat sie, natürlich das hat jeder, aber er reagiert nicht auf jeden Gedanken.

Er hat erkannt, dass sie in ihm stattfinden, aber noch lange nichts mit ihm zu tun haben müssen. Sie sind da, das sind sie immer. Aber er greift nicht jeden auf und unternimmt gleich etwas. Er ist hellwach. Im wahrsten Sinne des Wortes. Einfach nur wach und sich seiner Selbst, mit allem was passiert, stets bewusst.

Kann es sein, dass wir in dem Glauben sind, dass immer alles Gut und Schön sein muss? Oder dürfen die Dinge auch mal so sein, wie sie sind?

Mini Meditation; Stille am morgen

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MINI MEDITATION: Sofort wenn du aufwachst, erkenne wie du anfängst über Dies oder Das nachzudenken. Sei aufmerksam und beobachte wie der Geist und dein Denken mit dem Aufwachen aktiv werden. Finde diesen Moment und halte inne. Lass vom Denken ab und lausche statt dessen zum Beispiel den Geräuschen. Denke noch nicht an das was du gleich machen musst. Dafür ist noch genug Zeit. Bleib ganz still liegen und höre für einen Moment nur auf die Geräusche um dich herum. Nicht nachdenken, nur zuhören. Inne halten. Mit etwas Übung wirst du deine Gedanken immer länger zurückhalten können. Du wirst aufmerksamer für den Moment werden und friedlicher in den Tag starten können.

In der Gegenwart kannst du sogar die Vergangenheit verändern

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Du bist wütend geworden, hast jemanden beleidigt, verurteilt und mit deiner Reaktion verletzt? Du hast dich in einer Situation daneben benommen, überreagiert? Hast dich hinreißen lassen und für einen Moment warst du dir deiner Handlung nicht bewusst? Du warst wütend auf deine Kollegen, deinen Chef, deinen Partner. Hast dich nicht im Zaum halten können und los gebrüllt. Natürlich wäre es sinnvoll gewesen, wenn du dir dessen sofort bewusst gewesen wärst. Aber nun ist passiert und du hast die Gelegenheit, die ganze Situation Revue passieren zu lassen. Im Geist natürlich!

Die Situation hat sich beruhigt und du kannst sie jetzt mit Abstand betrachten. Du kannst dir die Situation anschauen und etwas Bewusstsein darein bringen. Jammern und Schuldgefühle sind jetzt zwecklos. Es ist bereits geschehen.

Mache eine kleine Meditationsübung daraus. Wenn die Emotionen vorüber sind und sich  die Situation beruhigt hat, dann setze dich in Ruhe hin, meditiere. Schließe die Augen und werde ruhig. Hab Geduld, lass es ruhig angehen. Denke nicht an irgendein Ziel. Sitze einfach still, lass die Geräusche durch die durch gehen. Lass die Luft deine Haut berühren, atme entspannt. Wenn alles ruhig ist, dann schau dir die Situation nochmal an. Wahrscheinlich werden die gleichen Gefühle wieder kommen, lass sie einfach da sein ohne die Situation zu beurteilen. Fühle, aber bewerte nicht. Bleib neutral. Wenn sich diese Gefühle gelegt haben, dann stell dir die Situation, in der du deiner Meinung nach hättest anderes reagieren sollen, noch mal an. Blicke zurück.

Vielleicht hättest du liebevoller sein wollen, aber du warst es nicht. Stell dir vor, wie du die Situation liebevoll angegangen wärst. Was hättest du lieber getan? Was wäre dein wirklicher Wunsch gewesen? Buddha sagt, dass dadurch das Herz vom Bösen gereinigt wird.

Vielleicht hast du einfach nur überreagiert und das wolltest du gar nicht. Aber die Situation hat dich so eingenommen, du hast einfach unbewusst reagiert hast und nun fühlst du dich schlecht. Das ist übrigens gar nicht so unüblich. Wir sind alle eher voll liebevolle Wesen, statt voller Wut und Hass. Das wir uns schlecht fühlen liegt daran, dass wir von Natur aus friedlich sind und uns von unserem Ego haben hinreißen lassen. Wir mussten unser Image oder unsere Persönlichkeit verteidigen. Wer sind wir denn, dass wir uns das gefallen lassen? Solche Gedanken sind typisch für ein Ego, dass glaubt eine Persönlichkeit zu besitzen. In Wirklichkeit sind wir alle gleich, aber jeder sieht man sich in einer anderen Position und meint sie vertreten zu müssen. Das gehört halt zum System dieser Gesellschaft und ist weder als gut oder schlecht zu beurteilen. Es ist so wie es ist. Jedoch fühlt man sich besser, wenn man innerlich im Frieden damit ist und eine neutrale, statt bewertende Einstellung dazu hat.

Aber zurück zur Situation. Es geht also nicht darum, dein Image zu verteidigen. Du kannst dich natürlich bei der Person entschuldigen, aber nicht um dein Image zu vertreten. “Eigentlich bin ich ein netter Mensch, aber wegen dir hab eich über reagiert, Entschuldigung”. Das ist eine Entschuldigung zu Gunsten der eigenen Situation. Man möchte sich nur dafür entschuldigen, um selbst wieder gut dazustehen. Um in einem guten Licht zu stehen. Das ist immer noch das Ego.

Es geht mehr darum, in Zukunft mehr Bewusstsein in eine Situation zu bringen. Mehr bei sich zu bleiben und sich nicht in den Dingen zu verlieren. Zuerst hat man was getan und danach wird es dir erst bewusst. Es muss erst etwas Zeit vergehen. Nun kannst du in Gedanken zurück gehen und die Situation geistig verändern. Einfach nur, damit man selbst wieder Frieden gefunden hat. Das kann man üben! Geh Gedanklich zurück und handle so, wie es sich für dich gut anfühlt. Nicht um es dem anderen zu zeigen. Lass dich von deinen Emotionen nicht hinreißen! Spiel es im Kopf durch und achte auf deine Emotionen. Wenn du eine passende gedankliche Situation gefunden hast in der es für beide gut ist, wirst du dich ruhig und friedlich fühlen.

Beim nächsten mal wirst du dann etwas tun und es wird dir schneller bewusst werden. Du wirst die Kontrolle nicht mehr so schnell verlieren. Warum? Weil du es geübt hast. Du hast es in Gedanken geübt und deinen Geist in eine bestimmt Richtung gelenkt. Du hast nicht willkürlich alles geschehen lassen. Du bist bei dir geblieben, hast für ein paar Sekunden innegehalten und deine Reaktion kommen gespürt. Aber du hast nicht sofort reagiert.

Beim nächsten mal wird eine Situation kommen und du wirst dir der aufkommenden Emotionen bewusst und evt. wirst du innehalten. Das wars! Von da an hast du ein Licht in dir entzündet. Immer wenn du in Situation kommst, wo du bisher unbewusst gehandelt hast, wirst du von nun an einen Funken Bewusstsein haben. Es ist eine Achtsamkeitsübung. Es macht dich fähig, bewusster zu werden. Eines Tages wirst du dich dabei ertappen wie du wütend wirst, wie sich dein Ego verletzt fühlt. Und irgendwann wirst du lachen. Du wirst darüber lachen, wie solche winzigen Situationen dich überhaupt zu so einem kindischen Verhalten bewegen konnten. Du ertappst dich selbst auf frischer Tat.

Wenn du dich dann wirklich bei einer Person entschuldigen möchtest, dann sei authentisch. Sag was in dir vorgegangen ist und das du dich nicht im Griff hattest. Das du dich schwach fühlst, wenn solche Situation kommen und das du einfach die Beherrschung verlierst. Du möchtest das nicht und es tut dir Leid. Es war nicht in deinem Sinne verletzend zu sein. Du warst unbewusst und bist an deine Grenzen gekommen. Sei dankbar das die Grenze dir gezeigt wurde und sei dankbar, dass du sie nun ändern kannst. Ohne den anderen wäre das nicht möglich!

Damit sprichst du auf einer anderen Ebene. Dein Gegenüber ist auch nur ein Mensch mit Grenzen. Und ganz sicher wird er in deinen Worten sich selbst finden. Somit wird auf beiden Seiten Mitgefühl entstehen und man spricht über etwas, was mit der eigentlichen Situation gar nichts mehr zu tun hat. Die Situation war nur der Weg in die Tiefe des eigenen Bewusstsein. Dort findet man sich selbst und dort darf jeder er selbst sein. Hier findet wahre Kommunikation statt.

Sieh das ganze als Übung an. Es ist ein Achtsamkeitstraining. Hab Geduld und mach es vor allem nicht um ein guter Mensch sein zu wollen. Das ist immer noch ein Image. Du bist bereits ein guter Mensch. Es sind die Ansichten und Einstellungen die uns daran hindern authentisch zu sein.  Bleib dir selbst neutral gegenüber und verurteile dich nicht. Lerne an den Situationen und übe dich in Achtsamkeit. Damit steigerst du dein Bewusstsein und dein Mitgefühl. Andere sind genauso auf der Suche nach Liebe wie du!

Meditation verändert.

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Irgendwie ahnen wir, dass es um eine Art von Veränderung geht. Dem Frühling scheint diese Veränderung  jedes Jahr völlig mühelos von Neuem zu gelingen. Sind es nicht auch die Yogis, unsere Heiligen und eine Vielzahl von Meditierenden die darüber gesprochen haben, dass Meditation ihr Leben verändert hat? Aber was ist es wirklich, was sie verändert hat? Es gibt Menschen, die bereits ein Leben lang meditieren. Jeden Morgen setzen sie sich hin und praktizieren ihre Meditationstechnik, gleich aus welcher Tradition sie kommen mag. Mittlerweile gibt es auch jede Menge Studien, die belegen, dass Meditation das Wohlbefinden und die Gesundheit fördert. Doch welche Meditationstechnik ist die richtige für mich? Womit fange ich an? Wie lange muss ich meditieren?
Mit einem neuen Leben assoziieren wir meistens die Geburt eines neuen Menschenlebens. Zwei Menschen entscheiden sich, ihr Leben zu teilen und einer Seele ein neues Leben zu schenken. Etwas hat sie dazu bewegt, sich zu vereinigen und etwas Neues zum Leben zu erwecken. Bei der Meditation ist es ähnlich. In beiden Fällen gibt es ein Übermaß an etwas und du bist bereit neue Wege zu beschreiten. Beim körperlichen Akt hast du nach 9 Monaten ein sichtbares Ergebnis. Du betrachtest ein Menschenleben
das durch dich entstanden ist. Es liegt vor dir, ganz unschuldig und liebevoll. Und irgendwie schaust du auf etwas, was dir sehr bekannt vorkommt….

Bei der Meditation ist es deine alleinige Entscheidung. Es ist eine Entscheidung von innen heraus. Und du gehst diesen Weg allein. Du hast keine Ahnung wohin die Reise
geht. Und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit, wird sie auch niemals enden. Meditation hat kein Ziel. Eine völlig neue Dimension öffnet sich dir und sie möchte entdeckt werden. Neue Erfahrungen, unbegrenzte Möglichkeiten, Fähigkeiten, Talente und Wahrnehmungen warten darauf Bewusstsein zu erlangen. Eine neue Welt eröffnet sich dir.
Stress, Pflichterfüllung, Imagepflege, Angst und viele andere Dinge haben dich bisher davon abgehalten wirklich wach zu sein. Dich selbst zu betrachten und zu erkennen, dass du der Erschaffer deiner Welt bist.

Irgendwo ahnst du es vielleicht, aber du bist dir deiner tiefsten Gedanken und Ängste nicht bewusst. Und so nimmt das Leben seinen Lauf, fliegt im Sauseschritt an dir vorbei und nach etwa 75 Jahren durchschnittlicher Lebenserwartung fragst du dich, wo die Zeit geblieben ist und was du daraus gemacht hast? Ironischer weise weckt gerade der Tod dich erst wirklich auf!
Wenn du über diese Fragen meditierst, wird dir klar werden, dass du dich jeden Tag fragen solltest: „Lebe und genieße ich vollkommen diesen einen Moment? Bin ich absolut bei MIR?“ Wenn du diese Fragen in jedem Augenblick mit Ja beantworten kannst, wirst du friedvoll deine letzen Atemzüge in dieser Welt genießen. Es gibt kein Verlangen und keinen Wunsch mehr. Nichts was du glaubst, verpasst haben zu können, nur Leere und Stille. Du steigst aus dem Kreislauf von Leben und Tod aus.
Meditation konfrontiert dich mit dir selbst, deinen Ansichten, deinen Glaubenssätzen und mit der Wahrheit. Du erkennst die Welt hinter den Gedanken, hinter deinen Vorstellungen und hinter deiner Angst. Du blickst in eine neue Welt, in ein neues Leben!
Egal für welche Meditationstechnik du dich entscheiden magst, wenn dir bewusst wird, dass du bereits in jedem Moment vollkommen bist und du dich immer nur von deinen Gedanken in eine illusionäre Vergangenheit oder Zukunft treiben gelassen hast, dann hast du den ersten Schritt in ein neues Leben bereits unternommen. Plötzlich wirst du zum Erkennenden, zum Beobachter, zum Erwachten. Dann gleicht kein Moment mehr dem anderen. Eine neue Dimension deines Seins entfaltet sich. Wie eine zarte Pflanze, wie ein neugeborenes Leben, wächst diese neue Dimension in dir heran. Sie braucht jetzt jedoch vor allem Zeit und deine sanfte, urteilsfreie Aufmerksamkeit. Sei behutsam, achte auf dich und deine Bedürfnisse.

Lege müheloses Bemühen an den Tag. Schenke deinen Sinneswahrnehmungen einen großen Teil deiner Achtsamkeit. Atme bewusst jeden Atemzug. Genieße den Frühling und wachse gemeinsam mit den Blumen und Pflanzen. Schau dir die prächtigen Farben an, rieche die süßen Düfte und höre auf den wunderschönen Gesang der Vögel. Genieße dein neues Leben, deinen Frühling!

Karsten Spaderna

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bei Meditationstrainer und Heilanwender Karsten Spaderna.

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Karsten Spaderna

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